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Die Daddelecke

2021-09-21 · ansage

Eine Zockerecke, Ende der Neunziger

Ich habe beim Aufräumen dieses historische Dokument meiner Daddelecke aus den Neunzigern gefunden. Anscheinend waren das sehr unbeschwerte Zeiten. Neo-Geo, Sake VHS und ... nun ja, nennen wir es Tabak. Gute Zeiten waren das.

The Artful Escape

2021-09-12 · spiel

Mein Avatar im Spiel The Artful Expanse

Dieses kleine Indiespiel von Annapurna Interactive spielte sich mit wunderschöner Grafik und psychedelischen Gitarrenriffs direkt in mein Herz. Als Virtuose an den Saiten und Neffe einer Folk Legende auf dem Weg der Selbstfindung, spiele ich mich quer durch die Galaxie und versuche meiner Stage Persona Farbe und Charakter zu verpassen.

Zwar muss ich dafür nicht viel mehr machen, als mit meiner E-Gitarre um den Hals nach links oder rechts zu laufen, über Abgründe hüpfen und ab und an ein Senso Minispiel ausfechten, aber wenn das dann aussieht und klingt, als hätte Wes Anderson einen Bill & Ted Film gemacht, kann und will ich mich nicht beschweren.

Mein Highlight sind die Bosskämpfe, bei denen ich kurze Notenfolgen korrekt nachspielen muss, während Licht und Farben auf dem Bildschirm zum Gitarrensound explodieren. Diese Passagen sind musikalisch und atmosphärisch ganz großartig in Szene gesetzt.

Wie schon bei Twelve Minutes besetzt Annapurna Interactive auch diesen Titel mit namhaften Talenten, die den bunten Figuren ihre Stimmen leihen. Carl Weathers (Apollo Creed), Mark Strong (Archie) und Jason Schwartzman (Josto) sind nur einige bekannte Stimmen, die dem technisch sehr überzeugenden Titel den letzten Feinschliff verpassen.

Ein mutiges Experiment irgendwo zwischen Interactive Fiction und Jump'n'Run, das mir auf ganzer Linie gefallen hat. Rock on 🤘

Golf Club Wasteland

2021-09-06 · spiel

Ein einsamer Golfspieler vom Mars

Die Erde hat es in diesem kleinen Indiespiel bereits hinter sich und das Leben findet mittlerweile für ein paar elitäre Besserverdienende auf dem Mars statt. Natürlich in Tesla City. Das ist nur eine von mehreren kleinen Sticheleien in Richtung eines texanischen Weltraumunternehmens. Das finde ich zwar leicht überzogen, dem Spaß an diesem wunderbar kuriosen Golfspiel tut es aber glücklicherweise keinen Abbruch.

Die Elite der Marsianer geht nämlich jetzt auf der post-apokalyptischen Erde golfen. Die Idee ist so schön strange wie das Spiel selbst. Auf 38 Löchern, die bis auf die Fahne im Loch keinem realen Golfplatz entsprechen, versuche ich unter Par den Ball zu versenken. Durch verfallene Einkaufszentren, in heruntergekommen Flughäfen, in nuklear versuchten Wäldern oder in menschenleeren Häuserschluchten. Mit lediglich einem Schläger und nur einem Radio als Begleiter, das die Radio Nostalgia from Mars Show empfängt.

Zum vielleicht bis dato besten Soundtrack eines Golfspiels und zu teilweise sehr skurrilen Beiträgen von Hörern auf dem Mars, spiele ich, zumindest im Story Modus, in aller Ruhe und ohne Stress mitunter sehr gemeine Löcher.

Mit wie vielen Schlägen ich die Abschnitte schaffe, ist in diesem Modus ziemlich egal und lässt mich endlich mal so Golf spielen, wie sogar ich es gut finden würde: Wie ich will. Erst im Herausforderungsmodus wird es hart und ich muss genaue Vorgaben mit meinen Schlägen unterbieten. Wer will lässt sich drauf ein, wer keinen Bock hat, kommt trotzdem ans Ziel. Perfekt.

Die Atmosphäre ist dank der Radioübertragung einmalig und die minimalistische Grafik ist zweckmäßig schön. Spielerisch fand ich das Zielen und Kraftverteilen mit dem linken Analogstick zwar nicht immer ganz so einfach zu dosieren, aber Spaß hat es mir trotzdem gemacht. Auch dann, wenn ich den Ball wiedermal aus Versehen in eine unglückliche Situation oder gar an den Ausgangspunkt zurück geschlagen habe. Die unkonventionellen Abschnitte, die oft auch vertikal gespielt werden müssen, erfordern sehr oft genaues Zielen oder einfach mal etwas Glück. Die stressfreie Natur des Spiels kompensiert das aber.

Ich hatte meinen Spaß mit diesem seltsamen, aber ganz großartigen Golfspiel und weiß jetzt, was bei No Man's Sky nach drölf Updates immer noch fehlt: Die Möglichkeit, auf einem Planeten aus dem Raumschiff zu steigen und mit dem Neuner Eisen ein paar holografisch dargestellte Löcher zu spielen. Bitte, bitte, Hellogames.

Noch was: Nach dem Durchspielen könnt ihr die Geschichte des Protagonisten in einem kleinen Comic nachlesen,und an dessen Ende befindet sich ein Code für den Soundtrack als kostenloser Download. Und der lohnt sich ebenfalls.

The Wild at Heart

2021-08-29 · spiel

Ich wollte mir im Game Pass kurz mal The Wild at Heart anschauen. Einige Spielstunden später sind daraus ein wunderbares Spielerlebnis und 1000 Gamerscore geworden.

Die Optik ist wahnsinnig schön und die Spielmechanik, die an Pikmin oder Overlord erinnert, ist angenehm einfach umgesetzt: Wann immer ein Fantasiewesen in der mystischen Parallelwelt, in der zwei Teenager-Protagonisten gestrandet sind, die Hucke voll braucht oder wenn irgendwo Hand an ein Puzzle angelegt werden muss, werden kleine Helfer losgeschickt.

Je nach Art haben die kleinen Helfer unterschiedliche Fähigkeiten und Schwachstellen. Je nach Geschick der Spieler überleben sie mal länger und mal kürzer.

Als ich das Böse in der kleinen Welt, die mit fortschreitender Spielzeit weiter erkundet werden konnte, besiegt hatte, gab es erfreulicherweise noch einiges zu entdecken und für mich noch ein paar zusätzliche Stunden etwas zu tun.

Und auch, wenn mich ein mieser Speicher Bug um einige Stunden Fortschritt gebracht hat, die ich daraufhin wiederholen musste, ist The Wild at Heart ein ganz großartiges Spiel, dass ich jedem ans Herz legen möchte.

Iki Island

2021-08-24 · screenshot

Iki Island vom Flugzeug aus.

Ich habe heute den Iki Island DLC von Ghost of Tsushima auf der PlayStation 5 durchgespielt und es war großartig. Wenn ihr das Hauptspiel mochtet, kauft Iki Island. Und wenn ihr eine PS5 habt, kauft unbedingt auch das Upgrade. Es ist wunderschön.

Und was mache ich, jetzt wo ich es durchgespielt habe? Ganz klar: Ich wechsle das Konsolenlager und besuche Iki Island nochmal im Microsoft Flight Simulator auf der Xbox. Siehe Foto oben. Im Hintergrund ist übrigens auch noch die Gebirgskette von Tsushima zu sehen.

Was heute so alles geht. Fantastisch.

Art of Rally

2021-08-23 · spiel

Rennspiele locken mich normalerweise selten hinterm Ofen hervor. Sie bewirken oft sogar das Gegenteil und ich verkrieche mich dort gerne vor ihnen. Nicht so bei Art of Rally, das mich aktuell mit einer wunderbar frischen Herangehensweise an das Genre überzeugt und fesselt.

Zum Einen wäre das die fantastische Optik, die auf einer Skala zwischen Low Poly und Low Detail sowas von wunderschön nach Modellbauplatte aussieht, dass ich mich gar nicht daran satt fotografieren kann. Den mitgelieferten Fotomodus nutze ich wie ein schamloser Paparazzi aus und die Festplatte der Series S stöhnt auch schon unter dem Gewicht der Screenshots.

Außerdem liebe ich den Free Roam Modus von Art of Rally, in dem ich nach Herzenslust jede Region erkunden und sogar Sammelgegenstände suchen darf. Das mich das Spiel nach der Installation hier absetzt und nicht im obligatorischen Jungfernrennen zeigt, wie anders Art of Rally ist. Es ist nämlich bockschwer und im Free Roam Modus kann ich schon mal die Wagen Probe fahren, mich mit der Umgebung vertraut machen und allgemein verstehen, wie sich die Fahrphysik des Spiels verhält. Und das funktioniert gut.

Dank der mehrstufigen Einstellmöglichkeit des Schwierigkeitsgrades ist dann auch für alle das Passende dabei. Der gibt nämlich an, wie schnell und wie fehlerfrei die gegnerischen Fahrer ihre Zeiten fahren. So kann auf Easy auch der talentloseste Rennfahrer, der wie ich am besten auf dem Fußweg und ohne Auto aufgehoben ist, echte Erfolgserlebnisse im Karrieremodus verzeichnen.

Gefahren wird bei Art of Rally immer alleine und auf Zeit. Das ergibt mit der wunderschönen Landschaft und den Soundeffekten (ich hab die Musik komplett ausgestellt), je nach Schwierigkeitsgrad, ein wunderbar meditatives Spielgefühl, das ich sehr schätze.

Zusammen mit einem großen Pool an freizuspielenden Rennwagen mehrerer Klassen, den massig vorhandenen Rennstrecken, die jeweils aus mehreren Abschnitten des Free Roam Modus bestehen und sogar Tages- und Wochenevents, die online ausgetragen werden, ergibt das eine Menge Unterhaltung fürs Geld. Und es ist auch noch im Xbox Game Pass. Alles richtig gemacht.

Waving the Guns Live

2021-08-22 · ansage

Waving the Guns, live auf der Bühne

Irgendwann letztes Jahr war ich auf einem GZA Konzert und einen Tag später wurden alle Konzertbühnen geschlossen und die Welt war seit dem nie mehr dieselbe.

Heute haben wir unser erstes Konzert seit dem Beginn der Pandemie besucht. Mit festen Plätzen, Maskenpflicht, wenn wir diese verlassen, und Abstandsregeln.

Milli Dance von Waving the Guns war gut drauf, hat souverän alles Wichtige gerockt, was die Alben hergeben (außer Is' nich, ey!), und uns wurde ein weiteres Stück Normalität zurück gegeben.

Danke dafür.

Boomerang X

2021-08-18 · spiel

An dieser Stelle wollte ich eigentlich den Devolver Indie Titel Boomerang X loben, der mich zwar die Hände krampfhaft um den Pro Controller hat schlingen lassen, aber einfach eine tolle Spielmechanik bot: Um die Gegnerwellen in den Arenen zu erlegen werfe ich meinen Bumerang nach ihnen, der entweder automatisch nach einigen Sekunden oder auf Knopfdruck direkt zu mir zurück kommt. Dummerweise musste ich es zu meiner Beruhigung gerade deinstallieren.

Aber vorweg erst noch der Clou von Boomerang X, damit es spannend bleibt: Ich erlerne relativ früh im Spiel eine Technik, bei der ich per simplem Knopfdruck auf der Luftlinie zu meinem Australier fliege. Auf diese Weise kann ich ganze Wellen an Gegnern erledigen, ohne auch nur einmal zwischendurch den Boden zu berühren. Das sieht gut aus und fühlt sich gepaart mit der Zeitlupe ziemlich toll an. Zeitlupe ist ja etwas, was mich eh immer triggert.

So fand ich das Spiel auf der Switch ob der mittlerweile zum Standard gewordenen leidigen 30 Bilder pro Sekunde zwar herausfordernd, aber nie unfair. Das änderte sich allerdings beim finalen Endgegner, der aufgrund akuter Einfallslosigkeit seitens der Entwickler eine echte Frechheit ist: Besiege ich die erste Form, kommt eine zweite Form. So weit, so gut. Wenn danach aber wieder Form A kommt, gefolgt von Form B und sich danach überraschenderweise zum dritten Mal wieder Form A blicken lässt, wird das Ganze für mich zu einer Farce. Nach einem guten Dutzend Versuchen musste ich das Spiel so kurz vorm Ende deinstallieren, um mich wieder zu beruhigen.

Das Leben ist zu kurz für dumme Endgegner, heißt es doch auch so schön.