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The Suicide Squad

2021-08-11 · film

James Gunns Guardians of the Galaxy 2 ist für mich die perfekte Mischung aus Humor und Science Fiction. Ein Grund mehr, weshalb ich mich sehr auf das Reboot des Suicide Squads gefreut habe. Deren ursprüngliche Verfilmung habe ich nach zwanzig Minuten ausgemacht, weil mir das alles zu belanglos war.

Nach zwanzig Minuten von The Suicide Squad (der Artikel macht den Unterschied), wenn die ersten Zuschauer bereits fassungslos auf ihre Bingokarten schauen, war mir direkt wieder klar, was Gunn doch für ein außergewöhnlicher Filmemacher ist. Und dass er sein Ding durchzieht, so wie es ihm passt.

Der Humor ist bitterböser denn je und das Gezeigte so übertrieben blutig, dass selbst Deadpool nur respektvoll applaudieren würde. Als jemand, der die 13er Fassung von Deadpool 2 allerdings besser fand als das Original, brauche ich letztere explizite grafische Gewalt so gar nicht. Im Gegenteil. Ich vertrete die Meinung, dass der Humor die Lacher bringen sollte, nicht die Darstellung eines explodierenden Schädels, aber da bin ich halt auch eindeutig die falsche Zielgruppe für diesen Film.

Zum Glück ist The Suicide Squad aber auch abseits der Brutalität noch ein ordentlich wilder Ritt mit illustren, liebenswerten und verabscheuungswürdigen Figuren. Und mit Harley Quinn, die ja nun irgendwie das Aushängeschild im DC Cinematic Universe geworden ist. Vielleicht muss ich mir doch noch Birds of Prey anschauen, um das endlich zu verstehen? Oder den Rest vom ersten Suicide Squad? Ich weiß es nicht.

So wird aus Gunns Rache nach dem temporären Rauswurf bei Disney ein ziemlich buntes Extrem, das glücklicherweise keine Ambitionen hat, irgendwo in die Nähe der Marvels oder Nolan Batmans zu kommen, und einfach nur Spaß machen soll. Für mich ist The Suicide Squad kurzweilig, brutal und böse. Mit zwei Sachen davon kann ich dann auch sehr gut leben.

Auffallend gut gefiel mir übrigens der sehr diverse Cast, der sich nicht wie immer noch üblich auf die Pro- und Antagonisten beschränkt, sondern hier sogar bis in die Reihen der Handlanger und Soldaten reicht. Das sieht dann auch gleich viel weniger generisch aus. Find ich super.

My Friend Pedro: Ripe for Revenge

2021-08-10 · spiel

My Friend Pedro in Action

Devolver hat ein Sequel zu ihrem wunderbar strangen Spiel My Friend Pedro für iOS- und Androidgeräte herausgebracht. Und das ist dank optimierter Touch-Steuerung ziemlich gut geworden. Wie schon bei Devolvers Exit the Gungeon auf iOS, nutzt auch My Friend Pedro die Möglichkeit mit dem Finger eine virtuelle Schleuder zu spannen, die beim Loslassen den Protagonisten in die entgegengesetzte Richtung springen lässt. Das Antippen des Bildschirms übernimmt dabei Zielen und Schießen. Mit etwas Fingerspitzengefühl lässt sich so ziemlich einfach sehr stilsicheres Akimbo Gun-Fu ausführen.

Kann gratis angespielt und für 3,50 Euro gekauft werden. Und das lohnt sich, wie ich finde.

Within the Blade

2021-08-08 · spiel · ninja

Ein einsamer Pixelninja

Da sich Acquire im Bezug auf ein mögliches Tenchu Revival immer noch bedeckt hält und lediglich regelmäßig die Namensrechte erneuert, muss ich meinen inneren Ninja anderweitig zufrieden stellen. Zum Beispiel mit Within the Blade, einem Pixelninja Plattformer, der sich für mich als echte Überraschung entpuppt hat.

Was auf den ersten Blick wie ein weiterer Plattformer aussieht, entpuppt sich mehr und mehr zu einem komplexen Spiel mit unglaublich vielen optionalen Möglichkeiten. Es kann geschlichen und aus dem Hinterhalt zugeschlagen werden, aber es ist genauso effektiv, sich mit gezogenem Schwert ins Getümmel zu stürzen. Händler können gegen Gold um Waren wie Katana, Wurfsterne, Bomben oder Kettensicheln erleichtert werden, die ich aber genauso gut in der eigenen Hütte bei Kerzenschein aus diversen Ressourcen selber herstellen kann. Ein Eigenschaftenbaum so groß wie ein Redwood Riese lässt mich außerdem immer neue Möglichkeiten des Kampfes erlernen und diese ausweiten. So viele, dass ich bereits im new Game+ bin und immer noch knapp ein Drittel über ist.

Ich kann an Wänden hochlaufen, mich über Gegnern an einem Seil herunterlassen, Fallen aufstellen oder ich stürze mich einfach von oben auf alles, was sich bewegt und mähe jegliches virtuelles Leben mit feinfühligem Button Mashing um. Meine bevorzugte Methode bei Within the Blade. Sie ist sehr gut.

Dreh und Angelpunkt der Mobilität innerhalb der zweidimensionalen Level ist der Wall Run, der Fluch und Segen zugleich ist. Zuerst einmal ist er sehr einfach auszuführen. Springt der Shinobi an eine Wand, klettert er flink an ihr empor. Die Krux: Nach ein paar Schritten springe ich automatisch wieder von der Wand ab. Dann lande ich entweder erfolgreich auf einer vorher schwer zu erreichenden Plattform oder in einer Grube mit aufgestellten Bambusspeeren. Es ist also nicht die Ausführung, die gelernt sein will, sondern das Timing, wann ich gegen eine Wand springe.

Nach einer Handvoll Level und vielen schmerzlichen Erfahrungen aber war auch das drin. Und plötzlich macht die Lernkurve eine scharfe Drehung und alles geht flüssig von der Hand und sieht dabei auch ziemlich cool aus. Wenn ich zum Beispiel einem Samurai davonlaufe, der mit hochgerissenem Schwert hinter mir herläuft, ich an einer Wand hochlaufe, wieder abspringe, hinter dem Gegner aufkomme und ihm elegant die Pixelrübe vom Leib trenne. Oder wenn ich einfach nur von Gerüst zu Gerüst springe und mich an einem Seil herunterlasse, um die Umgebung unter mir auszuspähen.

Einziger Wermutstropfen: Sämtlichen Menüs der Nintendo Switch Version, die im Spiel relevant sind, sei es beim Einkaufen, Craften oder Managen des Inventars, haben einen nervigen Bug. Es wird nicht angezeigt, auf welchem Gegenstand ich mich gerade befinde. Trial and Error und das Entlanghangeln an Kontext Infotafeln sind die einzige Möglichkeit, sich hier zurechtzufinden. Das klappt mit viel Training, ist aber sicher nicht das, was ich an Ninjafähigkeit erlernen möchte.

Dennoch ist Within the Blade eine wunderbare Überraschung für mich, die mir großen Spaß gemacht hat. Und vielleicht werden die Menüs ja noch gefixt. Ich kann das Spiel trotzdem allen ans Herz legen, die Bock auf ein gut gemachtes Ninjaspiel haben.

🥷

Microsoft Flight Simulator

2021-08-02 · spiel

Ein Flugzeug über den Wolken

Der Flight Simulator von Microsoft war immer schon eines der Spiele, auf die ich als Nicht-PC-Spieler neidisch über den Zaun geschielt habe. Bis jetzt. Denn die haben es tatsächlich geschafft, dieses gewaltige Projekt auf die Xbox Series S und X zu portieren. Und es läuft sogar auf meiner Series S, einer 299 Euro Hardware, in stabilen 30 Bildern pro Sekunde und sieht auch dort schon absolut beeindruckend aus. Achievement unlocked, würde ich sagen und kann Microsoft und der Xbox hier nur gratulieren.

Nicht weniger als 15 Stunden habe ich deswegen auch gleich am ersten Wochenende in das Spiel investiert. Nachdem ich gefühlt 30 Minuten davon brauchte, um die Y-Achsen sämtlicher Kameras zu invertieren, also quasi auf Flugzeugsteuerung umzustellen (oh, die Ironie!), habe ich mich natürlich direkt auf die Trainingsaufgaben gestürzt. Und sie kurz darauf konsequent ignoriert, um sofort ins Cockpit für meinem ersten Testflug über Hannover zu steigen.

Es war wunderschön. Also von oben. Zugegeben, das Starten und Landen war noch etwas holprig, aber auch das geht mittlerweile ganz gut. Am Freitagabend brach ich dann auch direkt zu meiner ersten großen Tour auf: Nonstop von Hannover nach Galway. In einer einmotorigen Cessna. Mit den Standardeinstellungen auf Easy genau das richtige Vorhaben um mal alle aufgelaufenen Podcast Folgen zu hören und trotzdem das Gefühl zu haben, etwas zu spielen.

Am Ende hat der Flug über den Kanal knappe sieben Stunden gedauert und ich war froh, dass ich die Tour zwischendrin speichern, unterbrechen und später wieder laden konnte. Aber toll war es trotzdem. Zwar ist der Flight Simulator spielerisch nicht mehr als eine sehr große Techdemo, aber das Flugverhalten, das Erkunden unserer Erde und vor allem das Wiedererkennen der algorithmisch aufgewerteten Satellitenbilder ist einfach fantastisch und genau mein Ding. Ich plane bereits weitere Touren, die ich an den kommenden Wochenenden fliegen werde.

Monster Hunter Kunst

2021-08-02 · screenshot

Monsterjäger mit Katze und Wolf

Ich fand den Bildschirm zum Laden des Spielstandes in Monster Hunter Rise immer schon ausgesprochen gut gemacht. Die Jägerin oder der Jäger sitzen etwas gelangweilt mit ihren jeweiligen tierischen Begleitern im Zelt und warten darauf, endlich aufbrechen zu können.

Dieser Screenshot, den ich während einer Animation des Jägers gemacht habe, beweist mir jetzt aber auch, dass es hochwertige Kunst ist.

Ich nenne das Gemälde „Der genervte Jäger“ und werde es mir sehr wahrscheinlich an die Wand hängen.

Mandibles

2021-07-31 · film

Kleines Filmjuwel von Quentin Dupieux, der es immer wieder schafft, für mich gleichermaßen sonderbare wie unterhaltsame Filme zu machen, die einfach in keine existierende Schublade passen wollen.

Kurz zusammengefasst: Zwei unterbelichtete Kleinkriminelle finden eine Riesenfliege, die sie für kriminelle Aktivitäten dressieren wollen. Alleine diesen Satz schreiben zu dürfen, ist ja schon genial.

Gute Schauspieler, trockener schwarzer Humor, traumhaftes Wetter und eine tolle Fliege.

Danke, Quentin Dupieux!

Settlers

2021-07-31 · film

Die kleine Remmy lebt mir ihren Eltern auf dem Mars, nachdem dessen Besiedelung durch Krieg und Verbrechen längst wieder aufgegeben wurde. Als ihre Farm angegriffen wird, beginnt für die Siedler ein Kampf ums Überleben.

Staubiger wie atmosphärischer Science Fiction Western, der mir mehrmals unangenehm tief in die Magengrube geboxt hat. Kein Gute-Laune-Film, aber großartig besetzt und audiovisuell sehr überzeugend.

Monster Hunter Amaterasu

2021-07-30 · screenshot

Amaterasu in Monster Hunter Rise

Ab heute in Monster Hunter Rise zu Gast: Amaterasu aus dem wunderbaren Spiel Ôkami! 🐺