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Chilling Adventures of Sabrina Staffel Vier

2021-01-13 · serie

Auch die vierte und damit finale Staffel des Sabrina Reboots hat uns wieder sehr gut gefallen. Der in der vorangegangenen Ausgabe bereits angedeutete Schuss Lovecraft ist ein kräftiger Schluck geworden und steht der Serie ausgezeichnet. Hinzu kommen tolle und zum Finale hin sogar sehr raffinierte Referenzen an die Original Comics und die alte Serie. All das unterhält durchgehend gut und kompensiert den unsäglichen Prinz Caliban.

Jetzt ist leider Schluss und obwohl uns die Hauptserie Riverdale längst verloren hat, bin ich gespannt, was sich das Team als nächstes einfallen lässt und ob es ebenfalls wieder in diesem Universum spielt. Ich hätte nichts dagegen.

Carcharhinus leucas

2021-01-06 · screenshot

Ein Hai

Maneater ist jetzt gratis für alle PlayStation Plus Abonnenten zu haben und hat leider keinen Fotomodus.

Crimzon Clover World EXplosion

2021-01-05 · spiel

Auch wenn es so wirkt, als hätte jemand den Namen des Spiels zufällig aus einem Scrabble Säckchen gelegt: Crimzon Clover World EXplosion, die Switch Umsetzung dieses mit Lob überhäuften Ein-Mann-Projekts, ist das erste Shmup seit Caves revolutionärem iOS Genre Reboot DoDonPachi Ichimen Banchou, das mich so richtig überzeugt.

Und das, obwohl im Gegensatz zu Ichimen Banchou das Rad nicht neu erfunden wurde. Hier ist alles noch beim Alten: Fünf vertikal von unten nach oben scrollende Abschnitte, drei Schiffe mit unterschiedlichen Hauptlasern und drei Leben. Dauerfeuer auf Taste A, eine zusätzliche automatische Lock-on Funktion für Raketen und natürlich eine Smartbombe, die durch abgeschossene Gegner aufgeladen wird und so zu einem sogenannten Break umgewandelt werden kann. Der verwandelt daraufhin den gesamten Bildschirm in wunderschöne Goldboni und sorgt damit für den Anblick, den ich in dieser Art Spiele liebe. Alles im Detail und da wo es zählt optimiert und raffiniert.

Crimzon Clover ist absolut rund und eine Freude zu spielen, wenn denn Danmaku, also Bullet Hell Shooter zu den Freuden des Lebens zählen. Ab Stage Drei kennt dieses Spiel nämlich keine Verwandte mehr und feuert aus allen Rohren Kugeln, Laser und was weiß ich noch auf die pixelgroße Trefferzone meines kleinen Jägers. Daher gibt es den Novizen Modus, was natürlich traditionell eine Farce ist. Natürlich ist dieser relativ gesehen einfacher als der Original oder der obligatorisch umarrangierte Konsolen Modus. Aber natürlich ist das Spiel auch hier kackschwer. Auch der Boost Modus, der angeblich den Schwierigkeitsgrad anhand meines Können dynamisch angleicht, entpuppte sich gegenüber meinem Talent als sehr optimistisch eingestellt.

Spaß macht es mir, mit aktuell 70 Milliarden Punkten und einer Reichweite bis in Stage Vier im Novizen Modus, trotzdem. Und gut für die Augen-Hand-Koordination kann eine morgendliche Runde ja auch nur sein. Auch wenn der Pro-Controller hier kein wirklich adäquater Ersatz für einen schönen Arcade Stick ist. Eine lohnende Zeitreise in die Vergangenheit ist es dennoch und von mir eine klare Empfehlung, wenn ihr auf sowas Lust habt.

Sakuna: Of Rice and Ruin

2021-01-01 · spiel

Sakuna mit Chiba Inu

Muramasa: The Demon Blade, das schönste aller Hack and Slay Spiele für PlayStation Vita und Wii, gibt es nach wie vor weder auf der PlayStation 3, 4 oder 5. Das ist doof. Was sich vielleicht auch Entwickler Edelweiss gedacht hat, denn er hat sich entschieden, die Dinge einfach selbst in die Hand zu nehmen. Das Ergebnis ist Sakuna: Of Rice and Ruin und es ist durch die Bank großartig und genau das, was ich aktuell gesucht habe. Es vereint zweidimensionale Prügeleien mit einer dreidimensionalen Farmsimulation, und so seltsam das auch klingen mag, dieser Spagat gelingt dem Spiel perfekt. Als Göttin Sakuna im Exil bestelle ich hier also nicht nur mein Feld, um eine möglichst gute Reisernte zu erlangen. Ich ziehe fürs Kontrastprogramm auch quer durchs Land und erledige anthropomorphe Tierdämonen für Materialen, Zutaten und Erfahrungspunkte. Willkommen in Yanato, einer magischen Version Japans im frühen Mittelalter.

Während mir auf dieser Insel die Farm als Schauplatz für die friedlichen Aktivitäten wie Landwirtschaft, Essen und Schlafen dient, stellt jeder weitere Wegpunkt auf der Landkarte ein Actionlevel dar. Hier gibt es ein- oder mehrteilige Gebiete mit jeweils einer Reihe unterschiedlichster Kampfherausforderungen, die einmal erledigt dafür sorgen, dass die Erzählung voranschreitet und neue Wegpunkte freigeschaltet werden. Der Trick ist hier, jeden Tag so gut wie möglich auszunutzen, denn Reis wächst nicht zu jeder Jahreszeit und Gegner sind nachts, wenn die Sonne untergegangen ist, um ein vielfaches stärker.

Damit ich als Sakuna auch eine echte Chance habe die Herausforderungen zu meistern, kann ich nicht nur mit der Zeit ihre Fähigkeiten stärken, ich kann ihr auch neue Waffen schmieden oder bessere Kleidung schneidern lassen. Eine fast schon unüberschaubare Menge an magischen Spezialattacken sorgt außerdem für die nötige Überlegenheit im offenen Konflikt. Zentrales Element in Sakunas Kampfsystem ist ihr göttlicher Schal, den ich über die Schultertaste an Wände oder Gegner schleudere, um mich dann dorthin zu ziehen. So entstehen bereits nach kurzer Einspielzeit spektakulär akrobatische Aktionen, die den gesamten Bildschirm befriedigend in ein Effektgewitter verwandeln, während ich mich behände um die Dämonen herum durch die Luft schwinge, sie mit Luftcombos eindecke oder mich direkt selbst als Projektil einsetze. Bei welchem anderen Spiel kann ich denn einem Bären einen verdutzen Keiler Volley ins Gesicht donnern? Genau.

Ein Reisfeld

Aus dem angebauten Reis und den sonst noch eingesammelten Zutaten kann zusätzlich noch ein leckeres Abendessen mit möglichen Attributverbesserungen für den Folgetag angerichtet werden, wenn bestimmte Gegner auf den ersten Blick erst einmal zu stark wirken. Hier versteht das Spiel sehr gut, mir als Spieler näher zu bringen, wie wichtig guter Reis ist. Es vermittelt mir ebenso gut, was es heißt die Nächte dafür durchzuarbeiten, weil ich unbedingt noch das Feld bestellen will, bevor der Frühling kommt. Und nebenbei lerne ich auch noch viel über das Handwerk rund um den Reisanbau an sich. Neue Werkzeuge und Fähigkeiten sorgen in regelmäßigen Abständen dafür, dass mir das Farmleben voller Pflichten trotz allem nicht zum Hals raushängt und weiterhin Spaß macht.

Egal, ob nun bei der Farmarbeit in Form diverser Minispiele oder beim Austeilen deftiger Combos mit Einhand-, Zweihand- oder magischen Waffen: Technisch ist Sakuna, ich spiele es auf der PlayStation 5, stets voll auf der Höhe. Selbst auf der mittlerweile arg betagten Switch scheint das Spiel wohl in den Prügelabschnitten sauber zu laufen. Da verstand jemand sein Handwerk. Die Masse an immer wieder neuen tollen Ideen, die Detailverliebtheit der wunderschönen Grafik, die technische Finesse und eine unglaublich angenehme Toleranz beim Schwierigkeitsgrad machen Sakuna zu meinem diesjährigen Überraschungshit.

Ich hielt Sakuna vom ersten Trailer an für ein kleines Spiel für zwischendurch, ist es doch primär das Werk von lediglich vier Menschen. Was hier allerdings mit einer Spiellänge um die 30 Stunden an Qualität, vergleichbar mit einem Epos wie Ôkami geboten wird, ist schon eine kleine Sensation. Und Reis sehe ich jetzt auch noch mit ganz anderen Augen, was ein sehr guter Nebeneffekt ist. Wenn ihr ein Spiel für die vielleicht ruhigeren ersten Tage im neuen Jahr sucht, dann empfehle ich ganz klar Sakuna: Of Rice and Ruin.

2021

2021-01-01 · ansage

Familie in Animal Crossing

Auf Koriander Island, abseits von Covid-19, feierte es sich super! Auf ein hoffentlich besseres Jahr!

Bucket List Eintrag #234

2020-12-31 · ansage

Einmal im Gronkh Jahreskalender abgebildet sein ✅

Das vielleicht Beste aus 2020

2020-12-30 · ansage

Dieses Jahr habe ich 37 Videospiele durchgespielt und zusammen mit Frau Donswelt 60 Serienstaffeln geguckt und lediglich 38 Filme geschaut. Irgendwas war 2020 scheinbar anders. Hier nun das meiner Meinung nach vielleicht Beste des Jahres.

Spiele

Animal Crossing: New Horizons ist mit 480 Stunden mein ungeschlagener Top Titel in 2020. Und ich kann wahrscheinlich nicht mal die Ausrede gelten lassen, dass es an der Quarantäne lag. Es ist für mich einfach der tollste Spielplatz seit Minecraft.

The Pathless entpuppte sich als kleine Überraschung. Was das kleine Team um Giant Squid da auf die Beine gestellt hat, kommt schon auch ein bisschen an Breath of the Wild ran.

Rebel Galaxy Outlaw für Konsole war mein am meisten erwartetes Spiel seit No Man's Sky. Und was lange währt, wird endlich ... bockschwer. Weltraum Dogfights im Stil von Firefly und Cowboy Bebop mit einer gehörigen Portion Taktik.

Katana Kami: A Way of the Samurai Story oder auch die größte Überraschung des Jahres. Acquire sind zurück und inszenieren Way of the Samurai als Rogue Lite neu und liefern mich damit direkt an die Nadel.

Ghost of Tsushima wendet die Open World Formel auf Titel wie Tenchu und Kengo an. Das macht auch Spaß, wenn das eigene Interesse nur auf einer der beiden Seiten liegt. Der kostenlos nachgelieferte Multiplayer zusammen mit der astreinen Performance auf der PlayStation 5 setzt dem Ganzen dann vollends die Krone auf. Nur noch eine Runde!

Deep Rock Galactic ist auf der Xbox und damit auch bei mir gelandet. Wahnsinnig gute Vierspieler Koop-Action unter Tage, in einer rundum optimierten wie raffinierten Qualität, wie es nur das Handwerk der Zwerge hervorbringen kann.

A Short Hike ist so gut, dass es einen Ehrenplatz in meinen All-Time Favoriten zwischen Journey und Shadow of the Colossus gefunden hat. Alles an diesem Spiel ist Liebe. Alles.

In Other Waters ist optisch und spielerisch zwar sehr minimalistisch, überzeugt aber trotzdem mit Atmosphäre, die nicht zuletzt am großartigen Soundtrack liegt, der mir auch nach dem Spiel noch auf Apple Music die Zeit im Home Office untermalte.

Astro's Playroom ist das einzige reine Next-Gen Spiel, das ich auf meinen neuen Konsolen gespielt habe und es ist nicht bloß eine liebevoll gestaltete Zeitreise durch die Geschichte der PlayStation, es ist sogar seit langem das erste Jump'n'Run, das mir richtig Spaß gemacht hat.

Sakuna: Of Rice and Ruin kam noch in den letzten Tagen des Jahres dazu und hat uns mit einer unerwarteten Komplexität auf ganzer Linie begeistert. Meine Frau kümmert sich hier mittlerweile um die Wissenschaft des klassischen Reisanbaus, während ich in den umliegenden Gebieten wie zu den besten Zeiten in Muramasa auf der Wii Dämonen jage. Couch Koop mal anders.

Serien

Devs ist Alex Garlands Serien Debüt und es hat alles, was ich mag: interessante Figuren, eine dichte Atmosphäre und Quantencomputer.

The Umbrella Academy Staffel Zwei ist nach wie vor für mich das Beste, was es zum Thema Superhelden medienübergreifend auf den Bildschirm geschafft hat. Und Staffel Zwei trifft mit Zeitreise und JFK nochmal mehr meinen Geschmack.

The Mandalorian Staffel Zwei fiel für mich im Gegensatz zur ersten Staffel nicht gegen Ende stark ab, sondern lieferte acht Episoden durchgehend hohes Niveau, tolle Cameos und fantastische Action. Der Fan Service zum Finale und die Schlussszene ließen meine Herzfrequenz höher schlagen und mein zwölfjähriges Ich vor Freude weinen.

Gangs of London ist hart, kraftvoll inszeniert und spannend erzählt. Hat mich bis zum Schluss gefesselt und auf ganzer Linie überzeugt.

Homecoming Staffel Zwei ist nach wie vor die kleine kompakt erzählte Überraschung im Wust der Serienunterhaltung. Auch in Staffel Zwei und ohne den direkten Einfluss von Showrunner Sam Esmail of Mr. Robot Fame.

Mythic Quest: Raven's Banquet, eine Serie über einen MMO Spieleentwickler mit vielen Parallelen zu aktuellen Ereignissen der Szene ist neben der von uns nachgeholten Serie Community das Witzigste, was ich 2020 erleben durfte. Danke dafür.

Giri/Haji ist nicht nur eine tolle Crime Serie, es ist auch eine der wenigen Serien, in denen es neben der japanischen Sprache auch noch Kelly Macdonalds traumhaften schottischen Akzent zu hören gibt.

Filme

First Cow klingt auf dem Papier so langweilig, wie es nur geht. In der Realität ist die Ruhe und Unaufgeregtheit der Ereignisse in einer gnadenlos ungeschönten Umgebung ein Geniestreich und mein Film des Jahres, den es leider immer noch nicht offiziell in Deutschland zu erwerben gibt. Doof.

The Gentlemen von Guy Ritchie ist der letzte Film, den ich dieses Jahr im Kino gesehen habe. Und genau das, was Ritchie am besten kann: Britisches Gangsterkino, das er mit jedem neuen Film dieser Art weiter ausbaut, verfeinert und auf ein neues Level hebt. Perfekt.

JoJo Rabbit von Taika Waititi gelingt es, die grausame Geschichte des Zweiten Weltkriegs mit Satire aufzuarbeiten, was eigentlich nicht funktionieren dürfte. Für mich ist es ein sehr wichtiger Film geworden, den ich jedem ans Herz lege.

Und noch ganz viel anderes Gutes, aber irgendwo muss ich einen Schnitt machen. Wir sehen uns, hoffentlich geimpft, in 2021.

Ramy

2020-12-28 · serie

Im Zentrum dieser Serie steht der junge Muslim Ramy aus New Jersey, der versucht sich selbst in einer Gesellschaft zu finden, die ihm gleichermaßen vertraut und fremd zu sein scheint. Das hat mir als überzeugter Atheist besser gefallen als es sollte. Liegt aber auch ein bisschen daran, dass nicht alle Figuren in dieser Produktion streng gläubig sind und kulturelle Traditionen auch mal kritisch betrachtet oder den eigenen Ansprüchen entsprechend frei interpretiert werden.

Hat mich sehr an Master of None erinnert, obwohl es im direkten Vergleich sehr viel plumper geschrieben ist und vor allem Ramy selbst immer ein Stück zu weit am unteren Ende der Skala für gesunden Menschenverstand agiert. Unterhalten hat es mich trotzdem sehr gut, denn ich mag diesen Mix aus Humor und Tragik sehr gerne. Die zweite Staffel ist ebenfalls bereits vorhanden, spricht mich aber leider, Stand Folge Vier, deutlich weniger an. Staffel Drei ist wohl auch schon angekündigt.