Für mich persönlich sehr enttäuschender Nachfolger, der jeglichen Anspruch abseits der Monster komplett vermissen lässt und die Lücken zwischen den mitunter toll inszenierten Kaiju Duellen mit hohlen Phrasen, erzwungenem Tragikschmalz und rohrkrepierenden Einzeilern füllt. Als hätte jemand den Emmerich um einen zweiten Godzilla gebeten. Unterm Strich bleibt für mich eine spektakuläre Rodan-Szene und der erneute Beweis, dass Gareth Edwards‘ Godzilla aus 2014 wohl ein einmaliger Kunstgriff gewesen ist. Ich freue mich auf den von 130 auf 20 Minuten gekürzten YouTube Zusammenschnitt mit lediglich den Monsterduellen, der mein elfjähriges Ich vormittags vor dem Fernseher in den Achtzigern einfach so weggepustet hätte. Aber selbst da hätte die Flughafenszene aus Teil Eins noch heftiger eingeschlagen. Insgesamt sind es zwei sehr unterschiedliche Filme zum gleichen Thema und wahrscheinlich sehen gerade diejenigen Zuschauer, denen Teil Eins zu langweilig war, in King of the Monsters den besseren Film. Das erkenne ich gerne und neidlos an. Es soll ja auch Fans von Emmerichs Godzilla und von Kyle Chandler geben.