Mit sechs Folgen à 20 Minuten erreicht diese zweite Staffel zwar gerade mal reguläre Spielfilmlänge, dafür gibt es aber wieder ganz köstlichen Humor auf Kosten von Katholiken und Protestanten im Nordirland der Neunziger. Immer mit einem Hauch ernsten Unterton einer von Gewalt regierten Gesellschaft, der dieser Serie ihr einmaliges Flair verleiht.

Apropos Gewalt: Musikalisch schmerzt der Fokus auf Take That zwar ab und an, aber immer, wenn man denkt, jetzt reicht es, laufen eh wieder die Cranberries. Oder andere Künstler, die man längst vergessen hat, wie Right Said Fred, Soul II Soul oder die Stereo M.C.s mit ihrem Supernatural Album, also noch vor deren Kommerzialisierung. Respekt. Natürlich, und bitte verzeiht mir diesen schlechten Wortwitz, „wee“-der alles schön im astreinen Irisch.

Großartig: Die Serie hat in Derry selbst mittlerweile einen so hohen Stellenwert, dass die fünf Hauptdarsteller dort sogar ein eigenes Mural haben.