Preacher, eine der für mich großartigsten Serien der jüngsten Zeit ist seit gestern offiziell zu Ende. Vielleicht war sie das auch schon nach der letzten Staffel. Ich komme nicht umhin, hier Parallelen zur finalen Staffel von Game of Thrones zu ziehen. Genau wie in Westeros wurde auch hier das Quellmaterial insgesamt und, soweit ich mich noch erinnern kann, recht eigenwillig interpretiert, nur um dann auf der Zielgeraden mit angezogener Handbremse einen U-Turn aus voller Fahrt hinzulegen und letztendlich doch noch auf das Ende des Comics zuzusteuern. Ein fragwürdiger Trend. Überhaupt: Warum muss das Ende einer Serie, in der sich die Pro- und Antagonisten quasi gegenseitig die Gedärme durch die Ohren herausgezogen haben, auf dem emotionalen Level einer Kissenschlacht zwischen Frodo Baggins und Peregrin Took bewegen?

Ich weiß es nicht. Der Moment auf den ich mich vier Staffeln lang gefreut habe, war aber drin und auch toll umgesetzt. Der Rest des Staffelfinales war so naja und aha. Vielleicht Bestimmt habe ich aber die ganze Zeit nur Angst gehabt, das Finale würde sich das Ende der Comics gar nicht trauen und ich war deshalb einfach bloß etwas zu angespannt. Bestimmt Vielleicht.