Ehrlich gesagt weiß ich nicht was ich über diesen Film schreiben soll. Das Bild war noch keine Minute Schwarz und mit Namen von Mitwirkenden gefüllt, da habe ich ihn tatsächlich schon fast wieder komplett vergessen. Alles floss so verwaschen unauffällig vor sich hin, ohne Überraschungen und ohne auch nur den kleinsten Hinweis darauf, warum dieser Film noch hat sein müssen.

Gut, das hatte ich mich auch schon beim vorangegangenen Teil gefragt, aber diese Reihe ist so beeindruckend hochkarätig besetzt und die Figuren haben sich über die Jahre einigermaßen gut entwickelt, so dass ich mich immer auf einen neuen X-Men Film gefreut habe. Mehr als eine Vergeudung von meiner Zeit und deren Talent ist es für mich aber seit Apocalypse nicht mehr gewesen.

Dass nun die Saga ausgerechnet wieder mit Jean Grey aka Dark Phoenix enden musste, wie es die Reihe bereits vor der Prequel-Phase tat, ist nochmal zwei Nummern bekloppter als der neue Todesstern in Star Wars Episode XII und an Ideenlosigkeit wirklich kaum noch zu überbieten. Wenn die einfach gestrickte Logik der Verantwortlichen dann besagt, dass ein exzessiver Einsatz von Computereffekten die Geschichte dieses Mal deutlich verbessert, bleibt mir halt nichts anderes übrig als den nächstbesten Tisch für meinen Kopf zu suchen.

So wurde mir unterm Strich zumindest die Angst genommen, Disney könnte den X-Men und X-Women bei einer möglichen Integration in das Marvel Cinematic Universe schaden. Es liegt ja bereits alles in Scherben.