Yimou Zhang dürfte vielen noch aufgrund der Filme Hero und House of Flying Daggers ein Begriff sein. Und einigen armen Seelen wohl aufgrund des Films The Great Wall mit Matt Damon, aber das wird mal ein anderes Texthäppchen.

Wir haben am Wochenende Yimou Zhangs aktuellen Film Shadow gesehen und uns vor allem über dessen außergewöhnlich schöne Optik gefreut. Farbfilm ist ja überbewertet und Farben werden in Shadow mit Ausnahme von Hauttönen und Blut fast komplett zurückgefahren. Das ergibt zusammen mit dem vorherrschenden Dauerregen eine astreine Ästhetik.

Erzählerisch, im Fernen Osten nichts Neues, geht es um Verrat, Heimtücke und Täuschung. So hart durchromantisiert, dass auch die fieseste Hinterlist noch wie ein heroischer Akt des Guten daherkommt, während Regentropfen, Blut und Blütenblätter in Zeitlupe durchs Bild fliegen. Auf mich wirkte der Erzählstil eher wie ein Shakespeare und vereinte auf diese Weise zwei Dinge, die ich sehr mag.

Ich bin ein großer Fan von diesen romantisierten Wuxia Filmen und bin ehrlich, wenn ich sage, dass es mir fast egal ist, worum es geht, wenn ein Werk dabei so aussieht, wie Shadow es tut.