Christiane ist seit über 13 Jahren mit Torsten verheiratet. Auf Donswelt.de stellt sie ihre Lieblingsbücher vor, die ihr über diese schwere Zeit hinweggeholfen haben.

Edward Snowden ist für mich ein Held. Auch wenn er keine Kinder aus brennenden Häusern zieht, hat er im Angesicht einer Gefahr, die die meisten Menschen nicht erkennen konnten, sein eigenes Leben oder zumindest seine Freiheit aufs Spiel gesetzt. Das brachte mich nun dazu, seine Autobiografie zu lesen. Und die hat meine Einschätzung seiner Person, die ich aus dem Dokumentarfilm „Citizenfour“ und aus Interviews gewonnen hatte, nur bestätigt. Edward Snowden ist in diesem Buch eine sehr kluge Auswahl gelungen. Er schreibt genau so viel aus seiner Kindheit, Jugend und dem beruflichen Werdegang, dass es nie langweilig ist, aber genug, um die Entwicklung zum Whistleblower zu verstehen. Außerdem hat er einen sehr schönen flüssigen, teilweise amüsanten Schreibstil und niemand muss sich Sorgen machen, dass er technische Sachverhalte zu kompliziert beschreibt. Wenn ich es verstehen konnte, könnt ihr es erst recht! Lasst mich diese Rezension mit einem seiner Zitate beenden:

Wenn Sie sagen, Privatsphäre interessiert Sie nicht, weil Sie nichts zu verbergen haben, ist das genauso, als würden sie sagen, freie Meinungsäußerung interessiert Sie nicht, weil Sie nichts zu sagen haben.