Deadwood ist eine der besten Serien aller Zeiten. Und weil Qualität dieses Ausmaßes nicht immer massentauglich ist, wurde sie von den Verantwortlichen des Kabelriesen HBO nach dem fiesen Cliffhanger der dritten Staffel abgesetzt, noch bevor sie gebührend enden konnte. Gemein!

Und als würde man im Nachhinein gerne beweisen, dass dies keine finanzielle Entscheidung war, wartete man bis zum Abriss des opulenten Sets der alten Goldgräberstadt, um es dann Jahre später wieder aufzubauen, um einen abschließenden Fernsehfilm drehen zu können. Genial!

Dass das Ergebnis kein ganz außerordentliches Drehbuch sondern in erster Linie Fan-Service ist, dessen modische Wiederbelebung aktuell voll im Trend liegt, tut angesichts des längst überfälligen Abschlusses nicht wirklich weh. Und weil auch das Finale in Filmform natürlich wieder diese tollen theatralischen Drama-Dialoge hat, die ich in der Serie so liebgewonnen habe, bereitete mir das Wiedersehen mit den, im wahrsten Sinne des Wortes alten Gesichtern, durchaus Spaß.

Schade nur, dass Powers Boothe (als Cy Tolliver) und Ralph Richeson (als Richardson) die Dreharbeiten zum Film nicht mehr erlebt haben.