Zum Inhalt: Der Pilot der dritten Staffel unterstreicht meinen damaligen Eindruck bezüglich der ersten Ausgaben der Ninja Turtles: Der dunkle, dreckige Look des ersten Teils mit dem Noir Erzählstil war nie die Vision, die Eastman und Laird mit ihrer Comic Schöpfung verfolgten. Höher, schneller, weiter sollte es gehen und so sehr sich die Folge bemüht, die Schildkröten seitens ihrer Erfinder als Herzensprojekt darzustellen, desto bitterer schmeckt die aufgezeigte, stetig vorangetriebene Entwicklung hin zum kommerziellen Super-Trademark.

Ich habe damals bereits nach der ersten paar Ausgaben aufgegeben, in meinem Herzen haben die vier schwarzweißen Ninja Turtles des Debüts, die unregelmäßig auch in meinem Mirage Lieblingscomic Usagi Yojimbo auftraten, dennoch einen festen Platz.

Zum Aufbau: Wenn die Zielgruppe dieser Serie die Menschen sind, die in den Achtzigern und Neunzigern spielende Teenager waren, warum ist sie dann wie eine aktuelle Instagram Story für Personen ohne nennenswerte Aufmerksamkeitsspanne aufgezogen? Bereits vor dem Intro gibt es eine komplette Zusammenfassung der gesamten Folge im Schnelldurchlauf zu sehen. Für den optimalen Konsum dieser Serie schaltet ihr also am besten nach dem Vorspann ein.

Liebes Netflix, wir lassen uns auch in vierzig Minuten gerne mal von der einen oder anderen Entwicklung überraschen. Danke schön.