Wie sehr ich einen japanisch sprechenden Polizisten und eine schottisch sprechende Diane aus Trainspotting als Team in einem Sumpf aus eiskalten Yakuza und Cockney sprechenden Londoner Gangstern in meiner Serienunterhaltung gebraucht habe, wurde mir erst klar, als wir anfingen die Netflix/BBC Co-Produktion Giri/Haji (Pflicht/Schande) zu schauen. Hier wird das Beste aus dermaßen vielen Welten in einen Topf geschüttet und mitunter sehr unkonventionell zu einem ausgesprochen leckeren TV-Eintopf gekocht, dass ich mich nur aufrichtig verneigen und herzlich bedanken kann.

Nach acht Folgen und einem Finale, für das ich die Verantwortlichen gerne küssen möchte, bin ich ein weiteres Mal erstaunt, dass es doch noch möglich ist, mich trotz meines Überkonsums an Serien derart zu überraschen. Ich weiß, Untertitel und Originalton haben sich noch lange nicht in der Mitte der Gesellschaft etabliert, aber wer dieses Werk synchronisiert konsumiert, kann es vermutlich auch gleich lassen. Aber dann verpasst ihr eine Serie, die bereits im Januar einen festen Platz in meiner Jahresbestenliste sicher hat.

Und ein Wiedersehen mit Yôsuke Kubozuka, der in Ping Pong, einem meiner japanischen Lieblingsfilme, den Peco gespielt hat, gibt es auch. Hier stimmt halt einfach alles.