Takashi Miike bleibt für mich eine Konstante der Filmkunst. Ich weiß einfach, dass ich gut unterhalten werde. Und auch wenn mir mal einer seiner mittlerweile über einhundert Filme nicht so gut gefällt, wie etwa die Verfilmung der Blade of the Immortal Manga oder das Remake des Klassikers Harakiri, muss ich in der Regel ja nur ein paar Monate auf ein neues Werk warten.

First Love ist ganz klassisches Gangsterfilm Material, bei dem der Protagonist zur falschen Zeit am falschen Ort aufschlägt, an anderer Stelle ein gut geplantes Verbrechen nicht wie geplant abläuft und sich unterm Strich dann alle gerne gegenseitig umbringen würden. Und wie das bei Takashi Miike so ist, gelingt das den meisten auch ganz gut. Und dank der Handschrift des Meisters verliert dieses Chaos nie den Charme, der nötig ist, damit es nicht in die generische Monotonie abdriftet, durch die selbst heftigste Dauerfeuergefechte und wildeste Verfolgungsjagden auf mich einschläfernd wirken.

Und ich bin auch großer Fan des bereits mit Outrage eingeläuteten Kapitels der Machtkämpfe zwischen internationalen Verbrecherorganisationen und der im Gegenzug romantisiert dargestellten ehrenvollen Yakuza, die den Fakt, dass beinahe jede Geschichte im Yakuza Milieu auf Verrat in den eigenen Reihen aufbaut, schlicht ignoriert.

Die Energie Miikes scheint jedenfalls noch nicht verebbt und ich freue mich auf das, was da noch kommt.