Ich mochte den Trailer dieses Films sehr, vergaß dann aber irgendwie trotzdem ihn zu gucken, als er noch vor dem offiziellen Kinostart ein kurzes Stelldichein im US iTunes Store hatte. Jetzt ist er in der Flatrate bei Prime Video angekommen und ich habe diesen Film umgehend nachgeholt.

Ich mag ja Filme, die Anflüge von Hoffnung sofort im Keim ersticken. Filme, die mich ungläubig angucken und sagen: „Hoffnung? Glück? Zufriedenheit? Hier: fang dir eine!“. Donnybrook ist so ein Film, dessen Figuren einfach gestrickt sind, Namen wie Chainsaw und Jarhead tragen, dafür aber viel Kraft in den Fäusten und mindestens eine geladene Handfeuerwaffe haben. Da ist das Licht am Ende des Tunnels schon mal das Preisgeld eines inoffiziellen Bareknuckle Turniers, irgendwo in der Pampa.

So werden von allen Akteuren am laufenden Band und durch die Bank fragwürdige sowie dumme Entscheidungen getroffen und regelmäßig jemand dabei verletzt oder gleich umgebracht. Nachgedacht wird bei Donnybrook, wenn überhaupt, nur beim Meth kochen. Das klingt zwar alles sehr einfach und berechenbar, wurde aber als solides Roadmovie mit dem einen oder anderen äußerst bizarren Moment umgesetzt, so dass mir das Anschauen durchaus Spaß gemacht hat.