Guy Ritchies Filmografie ist mittlerweile ein Pot-pourri (Pun intended, haha) diverser Genre und Kaliber. Von Actionfilmen über Thriller und Fantasy bis hin zu einem Disney Remake ist mittlerweile alles dabei. Die einzige Konstante neben dem charakteristisch dynamischen Schnitt sind die Gangsterkomödien. Nunmehr zum dritten Mal kehrt er mit Filmen wie Snatch, Rocknrolla und nun The Gentlemen zu seinen Lock, Stock and Two Smoking Barrels Wurzeln zurück und läuft dabei wiederholt zur Bestform auf.

The Gentlemen ist eine Tour de Force der Schauspieler. Colin Farell tritt in die Fußstapfen Brad Pitts aus Snatch und blamiert sich zu keiner Sekunde, Charlie Hunnam spielt auf einem Level, das ich für das Highlight seiner Karriere halte und Hugh Grant hätte in einer gerechten Welt mit seiner Wandlungsfähigkeit und der Begabung, mit der er hier jeden Satz seiner Dialoge interpretiert, alle Preise verdient, die diese versiffte Industrie zu bieten hat.

Zusammen mit Ritchies erprobter Formel, in der sich Klein-Kriminelle gerne mit Groß-Kriminellen anlegen, seiner unverkennbaren Art Filme zu machen und meiner Vorliebe für englische Dialekte (das bleibt bei einer Synchronisation logischerweise auf der Strecke) ergibt das einen weiteren kurzweiligen Hochkaräter des Gangsterkinos. In meinem Herzen haben alle vier Filme einen festen Platz (Revolver ebenfalls, aber ich werte ihn als Thriller), The Gentlemen könnte sich aber den obersten Platz noch vor Rocknrolla erobern. Das entscheide ich, wenn ich ihn ein weiteres Mal zum Heimkino-Release schaue. Und darauf freue ich mich schon.