Kritiker, die John Turturros Film über seine Jesus Quintana Figur aus dem Coen Film The Big Lebowski etwas abgewinnen können, empfehlen, keinen zweiten The Big Lebowski zu erwarten. Ich frage mich, wer wirklich auf die Idee kommt, dass das auch nur ansatzweise der Fall sein könnte? Und ich schreibe dieses Texthäppchen lediglich um zu erklären, dass man ihn auch Kacke finden kann, wenn man das nicht erwartet.

Ich wollte gar nicht mehr über Dinge schreiben, die mir nicht gefallen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass es irgendwo immer Menschen gibt, die etwas mögen, egal wie schlimm es auf mich wirkt. The Jesus Rolls lässt diese Theorie ganz schön wackeln.

Es ist leider viel zu lange her, dass ich den französischen Film Die Ausgebufften mit Gérard Depardieu, auf dem The Jesus Rolls basiert, nachts im öffentlich rechtlichen Fernsehprogramm gesehen habe, aber ich weiß noch, dass mir der Film damals ob seiner Andersartigkeit gefallen hat (war bestimmt nur die französische Art, abseits von Louis de Funès).

Von The Jesus Rolls, der Turturros Rolle als verurteilter Sexverbrecher und Bowling Koryphäe aus The Big Lebowski in den Mittelpunkt eines handwerklich höchst fraglich umgesetzten Road Movies stellt, blieb bei mir leider nur hängen, dass ich Audrey Tautou gerne mal ordentlich was zu Essen auf den Tisch stellen möchte.

Ich kann aber leider auch nicht sagen, dass mich die Enttäuschung wirklich überrascht hat. Leider.