Mubi, Streamingdienst der Herzen (sofern diese für Arthouse und Programmkino schlagen), hat sich die Vertriebsrechte für den brasilianischen Neo-Western Bacurau gesichert und uns damit einen ausgesprochenen gelungen Filmabend beschert.

Im brasilianischen Örtchen Bacurau stirbt die Dorfälteste, was die Familienangehörigen aus aller Herren Länder zurück in die Einöde und zur Beerdigung lockt. Die trauern allerdings nicht nur um die Verstorbene, sondern aufgrund eines geschlossenen Damms und einer gesperrten Zugangsstraße auch noch Wasser und Nahrungsmitteln hinterher. Und die nächste große Tragödie lässt ebenfalls nicht lange auf sich warten, was den geschlossenen Zusammenhalt aller Dorfbewohner auf den Plan ruft.

Bacurau baut seine Handlung langsam aber stetig auf, verwirrt den Zuschauer auf angenehm befremdliche Weise mit Dingen, die auf den ersten Blick wenig Sinn machen und badet uns genüsslich in blutiger Gewalt, wenn zum Finale hin doch noch ein Schuh draus wird.

Die fesselnde Erzählweise, die kulturelle Andersartigkeit und das Unvorhersehbare dieses Films hat uns sehr gut unterhalten und ich glaube, ich muss nach Bacurau und City of God dringend mehr brasilianische Filme schauen.