Westworlds zweite Staffel war trotz Samurai World irgendwie vor allem mehr vom gleichen Stoff. Die hohe Qualität der ersten Staffel spiegelte sich für mich in erster Linie produktionstechnisch wieder und hatte bei der Erzählung noch Luft nach oben. Das ist bei Staffel Drei wieder in den Vordergrund gerückt. Das Setting in der realen Welt außerhalb der Parks ist frisch, die neuen Gesichter wie Vincent Cassel und Aaron Paul machen eine gute Figur und auch die Story, die sich vielleicht sogar ein bisschen bei Jonathan Nolans letzter Serie Person of Interest bedient, fand ich durchgehend spannend. Und ziviler Ungehorsam, totalitärer Staat und Überwachung als Subtext sind eh Themen, die mich aufhorchen lassen.

Natürlich wird auch hier wieder viel geheult an der eigenen Existenz gezweifelt, aber es gab im Gegenzug regelmäßig tolle Momente, die das Geschehen für mich immer wieder in Waage gehalten haben. Ich hoffe inständig auf mehr Lena Waithes in Staffel Vier und weitere Einblicke in die (aus der sicheren Distanz gesehen) tolle digitalisierte Welt außerhalb der Parks, die einfach so viel mehr hergibt.

Gefreut habe ich mich auch sehr über das Easter Egg in Episode Zwei, das genau genommen gar kein Easter Egg war und wenn, dann eins, das so groß ist wie ein Pony. Wow!