Nach Filmen wie Rubber, Wrong Cops und Die Wache widmet sich Quentin Dupieux alias Mr. Oizo in seinem aktuellen Werk Deerskin nun einer Lederjacke und deren Einfluss auf ihren Träger.

Jean Dujardin, der in der Vergangenheit bereits an Bord von The Artist einmal die Oscarwelt auf den Kopf stellte, spielt den Mittfünfziger Georges, dessen neues Leben nach der Trennung in der französischen Provinz mit dem Kauf einer Fransenlederjacke und einem Camcorder beginnt. Eine Kombination, die in Georges eine Metamorphose zündet und die sich über kurz oder lang als recht gewaltfördernd herausstellt.

Wer die bisherigen Werke von Dupieux kennt, wundert sich bei dieser Beschreibung natürlich kein Stück weit und freut sich hoffentlich auf eine weitere, seltsame Reise durch die Ideenwelt dieses von mir sehr gefeierten Autors. Ich mag das kleine Dupieux Kino sehr und bewundere seine Art kurzweilig mit Ideen umzugehen, die auf dem Papier bestenfalls belustigend klingen. Und sein Talent, dabei nicht übers Ziel hinauszuschießen, indem ein Film auch einfach mal kaum 80 Minuten lang sein darf.

Deerskins schwarzer Humor, die sehr gut umgesetzten Spielereien mit Filmkamera und Camcorder und das Zusammenspiel zwischen Adèle Haenel und Jean Dujardin haben mich überzeugt und so wird mir der Film, wie zuletzt auch Die Wache, in bester Erinnerung bleiben. Ich freue mich schon auf die nächsten Produktionen des Autors.