Puh. Wenn Tom Hardy den Capone spielt drehen die Erwartungsmotoren im roten Bereich. Wenn der fertige Film dann aber eben doch kein Gangster Biopic ist, sondern ein schweres und eigenwilliges Drama über den gesundheitlichen Zerfall des vielleicht bekanntesten amerikanischen Mobsters, dann kann einen das schon kalt erwischen. Alles an Capone ist irgendwie unangenehm. Das vorherrschende Thema Krankheit, die mit unter eklig Darbietung seitens Tom Hardys und die surrealen Momente, die auf mich wie eine abstrakte Interpretation des Charles Dickens Weihnachtsmärchen wirkten. Das alles blieb trotzdem hängen. Ich würde lügen, würde ich sagen, dass mich dieser Film nicht unterhalten hätte. Wenn er es auch unangenehm tat. Nochmal gucken würde ich ihn aber trotzdem nicht.