Biopics sind ja eher nicht so meins. Viel zu oft fühlt sich da alles dramaturgisch aufgebläht und jeder noch so kleine Wendepunkt im Leben der Protagonisten wie eine Mücke zum Elefanten gemacht an. Wenn es aber um die Mondlandung der Apollo 11 und Neil Armstrong geht, dann kann ich mir das kaum entgehen lassen. Zum Glück war der Film alles andere als schlecht. Denn die Bilder sind auch im Heimkino fantastisch und die wackelnden Nahaufnahmen der auf engstem Raum zusammengepferchten Astronauten balancieren den Zuschauer geschickt auf einem schmalen Grat zwischen Anspannung und Nervenzusammenbruch. Ansonsten guckt Ryan Gosling gewohnt android und teilnahmslos durch die Gegend und lullt uns Zuschauer dabei trotzdem noch mit Links und Charisma erfolgreich ein. Großartiger Zeitvertreib bis hierzulande endlich der NASA Apollo 11 Film mit bisher unveröffentlichtem Material über die gleichnamige Mondlandungs Mission in die Kinos kommt.