Once Upon A Deadpool

Am 21. Januar 2019 unter film

Deadpool 2 hat es 2018 in meine Top Drei geschafft, weil es immer noch die schönste augenzwinkernde Kritik am Marvel Cinematic Universe ist. Ich mag den Deadpool Humor sehr, bin aber kein Fan von explizit dargestellter Gewalt und da habe ich es bei der Reihe natürlich nicht leicht. Daher freute ich mich auch so auf die umgeschnittene Once Upon A Deadpool Version, die zu Weihnachten für Kinder ab 13 in den USA in die Kinos kam. Für viele Fans des Franchise ein Sakrileg und bestimmt wurden irgendwo Fox-Fahnen verbrannt und T-Shirts mit Parental Advisory drauf zu peinlich erzürnten Gesichtern getragen.

Ich dagegen bin der Meinung, dass Deadpools Großartigkeit eben nicht nur auf Blut und umherfliegende Körperteile als Stilmittel angewiesen ist, sondern zu großen Teilen aus den Dialogen entsteht. Und so habe ich Once Upon A Deadpool auch als Experiment gesehen und jetzt, da die alternative Schnittfassung hierzulande erschienen und respektive ab Zwölf freigegeben ist, gleich mal mit der ganzen Familie geguckt. Und ich hatte tatsächlich noch mehr Spaß als bei der Ur-Version.

Zur Klarstellung: Ich habe nichts gegen Bildschirmgewalt als Stilmittel, aber ich mag es, wenn das in meinem Kopf abläuft und nicht explizit grafisch dargestellt wird, was oftmals plump und abstumpfend auf mich wirkt. Dafür gibt es eigene Genres, die das ausschweifend zelebrieren und die ich absichtlich nicht schaue. Versteht diesen Text also bitte nicht als Kritik an Deadpool 2, sondern als Lob auf Once Upon A Deadpool, der nun neben Logan, Guardians 2 und Days of Future Past mein Lieblings Marvel ist. Und ich habe früher immer gerne Wunderbare Jahre gesehen, weshalb ich mich natürlich auch sehr über die neuen Szenen mit Fred Savage gefreut habe.