Donswelt 👊

TexthĂ€ppchen ĂŒber Bildschirmunterhaltung von Torsten.

Samurai Gourmet

Aus dem Archiv · serie

Nach Midnight Diner: Tokyo Stories lĂ€uft bei Netflix nun schon die zweite Manga-Realverfilmung als Serie an: Samurai Gourmet. In zwölf Episoden wird hier das Trauma eines japanischen Rentners im Ruhestand thematisiert, der sich erstmal völlig in seiner lebhaften Fantasie verlieren und sich einen herrenlosen Samurai vorstellen muss, bevor er sich zum Beispiel traut, nachmittags ein Bier in einem Restaurant zu bestellen. Da fĂ€llt dem Hannoveraner aus Vahrenwald morgens um zehn vor Lachen beinahe der Goldbrand aus der Hand! Wenn Samurai Gourmet eines ist, dann der Beweis dafĂŒr, dass Japaner in ihren Serien nichts machen können, was ich nicht gucken wĂŒrde. Außer es wĂ€re eine Serie zu Fruit Chans Film „Public Toilet“. Nicht mal die doppelte Bildrate, in der „Samurai Gourmet“ ausgestrahlt wird, und dank der es sich die optische Ästhetik mit einer Vormittags-Telenovela und einer Pfanne WĂŒrmer teilt, schreckt mich hier ab. Den Naoto Takenaka als Beamter im Ruhestand entstellt halt so schnell nichts. Einziger Nachteil: Genau wie bei „Midnight Diner“ gilt auch hier die Empfehlung, Samurai Gourmet entweder vor oder wĂ€hrend des Essens zu schauen. Sonst steht man ob der vielen Leckereien nach einer der 20-minĂŒtigen Folgen schnell wieder vor dem KĂŒhlschrank und holt sich noch einen Nachschlag. Aber so richtig schlecht ist das ja auch nicht. Stellt man sich halt eine Horde Sumo-Ringer als GĂ€ste vor.