Donswelt ­čĹŐ

Texth├Ąppchen ├╝ber Bildschirmunterhaltung von Torsten.

American Gods

Aus dem Archiv · serie

Die ersten acht Folgen von Bryan Fullers Serie American Gods, nach einem Roman von Neil Gaiman, sind ausgestrahlt, konsumiert und streckenweise mal mehr oder mal weniger gut verdaut. Mit Brian Fullers letzter Serie Hannibal um den gleichnamigen fiktiven Serienm├Ârder bin ich nie richtig warm geworden und letztendlich auf halber Strecke der ersten Staffel kl├Ąglich verhungert. Zu stark lag mir dort der Fokus auf der expliziten Darstellung maltr├Ątierter Leichen, und auch wenn dieser Aspekt bei American Gods alles andere als zu kurz kommt, h├Ąlt es sich im direkten Vergleich doch etwas zur├╝ck. Wenn man von der ersten Folge mal absieht. In der ausgesprochen hochwertig produzierten Serie ist der Name, wie schon im Buch, Programm: Gut ein Dutzend alter und neuer G├Âtter geben sich im Verlauf der ersten Staffel ein Stelldichein, und nur selten die Hand, au├čer um den anderen damit zu erw├╝rgen. Die Erz├Ąhlung beschr├Ąnkt sich hier fast ausschlie├člich auf die Hintergrundgeschichten aller beteiligten Pro- und Antagonisten, wobei noch offen ist, wer hier nun was ist. So bleibt am Ende ein zwar wunderh├╝bsch anzusehender, dennoch aber sehr d├╝nn ausgerollter Plot um den armen Shadow Moon, dessen Schauspieler Ricky Whittle die unangenehme Aufgabe hat, die meiste Zeit an der Seite der Charisma-Maschine Ian McShane zu spielen. Der Rest ist eine Ansammlung gepflasterter Wege f├╝r Staffel Zwei, auf die es nun zu warten gilt.