Donswelt ­čĹŐ

Texth├Ąppchen ├╝ber Bildschirmunterhaltung von Torsten.

Wie kann ich Astroneer durchspielen?

2019-08-10 · waswiewo · astroneer

Ein Astronaut, der sich freut. Noch.

Seit der Version 1.0 kann man das Spiel Astroneer durchspielen. Das ist, und das sage ich aus Erfahrung, die Mutter aller Grinds. Dagegen sind Titel wie Elite Dangerous, No Man's Sky oder Everspace die reinsten Kinderspiele. Da ich aktuell meinen Urlaub ausnutze, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen und dabei effektiv jedes noch so kleine Fettn├Ąpfchen erfolgreich Volley nehme, nutze ich an dieser Stelle meine Erfahrungen und schreibe hier einmal eine kleine Anleitung nieder. Nat├╝rlich ist dieser Beitrag ein ganz, ganz dicker Spoiler. Wenn ihr es also lieber auf eigene Faust herausfinden wollt, lest nicht weiter und schaut euch stattdessen diese s├╝├čen Capybara GIFs an.

Los gehtÔÇÖs!

Schritt Eins: Eine Kammer aktivieren

Eine aktivierte Gateway Kammer.

Jeder Planet in Astroneer (es gibt aktuell sieben davon) hat auf der Oberfl├Ąche sechs sogenannte Gateway Kammern, von denen ihr pro Planet jeweils mindestens eine f├╝r das Durchspielen aktivieren m├╝sst. Die beiden Monde haben lediglich zwei Kammern: eine am Nordpol und eine am S├╝dpol.

Ihr aktiviert die Kammer, indem ihr eine bestimmte Mindestmenge an elektrischer Ladung f├╝r konstante 30 Sekunden an der Kammer anschlie├čt. Die Menge an n├Âtiger Ladung steigt mit dem Schwierigkeitsgrad der Planeten, der Startplanet ben├Âtigt daher am wenigsten Strom und ist eine gute ├ťbung.

Es gibt verschiedene M├Âglichkeiten im Spiel Strom zu erzeugen. Zum Beispiel mit Batterien, Solaranlagen, Windr├Ądern und noch einigem mehr. F├╝r die ersten drei Himmelsk├Ârper reicht meiner Erfahrung nach ein Netz aus mittleren Batterien und mittleren Solaranlagen. Habt ihr die entsprechenden Ger├Ątschaften m├╝hselig zusammengebaut und tats├Ąchlich eine Kammer aktiviert, war das allerdings erst der erste Schritt.

Schritt Zwei: Vorbereitung f├╝r den Abstieg

Ein Traktor, der ├╝ber eine D├╝ne springt.

Abstieg? Richtig gelesen. F├╝r Schritt Zwei m├╝sst ihr euch Richtung Planetenkern durchschlagen. Hier ist eine gute Vorbereitung wichtig. Es f├╝hren zwar mindestens soviele Wege zum Kern wie nach Rom, aber die sind a.) sehr gef├Ąhrlich und b.) m├Âglicherweise Einbahnstra├čen. Daher ist eine gute Vorbereitung hier lebensnotwendig.

Wichtig: Ihr ben├Âtigt am Kern mindestens zwei Teile einer bestimmten Ressource, um diesen zu aktivieren. Wenn ihr die vergessen habt, m├╝sst ihr entweder den Weg zur├╝ckfinden (oh!) oder alles zur├╝cklassen und Selbstmord begehen (aua!). Deswegen ist es wichtig, die offizielle Wiki zu Astroneer immer am Smartphone bereitzuhalten. Neben den Ressourcen ist ab dem dritten Planeten eine Bohrer Modifikation f├╝r das Terrain Werkzeug n├Âtig, sonst steht ihr vor der Kruste, die den Kern umgibt, kommt aber nicht rein. Ich schreibe diese Zeile aus Erfahrung und vergie├če eine Tr├Ąne der Erniedrigung. Beim Einsatz einer Bohrer Modifikation ist es zu empfehlen, eine Stromquelle im Rucksack mitzuf├╝hren (eine kleine Batterie zum Beispiel), da die Modifikationen schnell eure Stromreserve im Rucksack aufbrauchen.

Schlussendlich solltet ihr noch einen Packager f├╝r euren Traktor mitnehmen, der kommt sonst nicht mehr vom Kern weg. Packager werden aus Graphit gedruckt, k├Ânnen an allen m├Âglichen Gegenst├Ąnden angebracht werden und verwandeln diese dann in kleine handliche Pakete.

Hier noch mal alle Gegenst├Ąnde in einer ├╝bersichtlichen Liste:

Schritt Drei: Der Abstieg

Ein Traktor in einem Tunnel.

Jetzt zum eigentlich Abstieg: Ich pr├Ąferiere die Traktor-Methode. Druckt euch einen Traktor aus zwei Teilen Aluminium und best├╝ckt ihn mit einem kleinen Windrad aus einem Teil Kupfer und einem Arbeitslicht, ebenfalls aus einem Teil Kupfer. Der Traktor versorgt euch auch unter der Oberfl├Ąche stetig mit Sauerstoff, das Windrad mit dem n├Âtigen Strom. Dann grabt ihr mit dem Terrain-Umwandler ein tiefes Loch direkt vor euch gerade nach unten, so gro├č, dass der Traktor hineinpasst. St├╝rzt euch dann am Steuer des Traktors dort hinein. Am Boden des Loches angekommen, wiederholt ihr die Prozedur solange, bis ihr auf den Kern sto├čt. Trefft ihr auf einen Hohlraum st├╝rzt ihr euch ebenfalls einfach mit dem Traktor hinunter. Warum empfehle ich diese Methode? Wenn ihr auf dem Traktor sitzend in die gro├čen H├Âhlen der Planeten st├╝rzt, verletzt ihr euch nicht. Diese Methode mag nicht sehr elegant sein, sie ist aber effektiv, zeitsparend und sch├╝tzt das Leben eures Astronauten.

Der Nachteil dieser Methode: Der Traktor bietet sonst keine M├Âglichkeit, Ressourcen, die ihr unterwegs findet, zu verstauen. Ihr seid auf euren Rucksack angewiesen. Ein Anh├Ąnger ist eher hinderlich in den gegrabenen L├Âchern, weshalb ich hier keinen empfehle.

Schritt Vier: Die Aktivierung des Kerns

Ein Planetenkern. Alles leuchtet violett.

Habt ihr es bis zum Kern geschafft und nicht vergessen, vorher mindestens eine Kammer auf der Oberfl├Ąche zu aktivieren, wird es Zeit, den Traktor mit einem Packager in ein Handgep├Ąck zu verwandeln. Ihr wollt das gute St├╝ck schlie├člich nicht am Kern stehen lassen. Jetzt st├╝rzt ihr euch schlicht in die violette Struktur und ihr seid drin. Keine Angst: In Kern herrscht Schwerelosigkeit, ihr k├Ânnt euch im Fall also nicht verletzten.

Im Zentrum gibt es insgesamt vier Tische mit je einem Platz f├╝r eine Ressource. Bei den drei nebeneinander angeordneten Tischen k├Ânnt ihr die beiden f├╝r den Planeten ben├Âtigten Ressourcen einsetzen und erhaltet daf├╝r ein f├╝r jeden Planeten individuelles Artefakt. Um das Spiel zu beenden ben├Âtigt ihr alle sieben dieser sogenannten Geometric Triptych. Es reicht, hier eins mitzunehmen und irgendwo in einer Basis zu verstauen. Ein zweites ben├Âtigt ihr im n├Ąchsten Schritt f├╝r die eigentliche Aktivierung. Gegen├╝ber der drei Tische an der Decke befindet sich ein einzelner Tisch. Hier setzt ihr das Triptych ein (ihr k├Ânnt an der Wand entlang hochgehen und diesen Tisch erreichen) und der Kern aktiviert sich daraufhin. ├ťber den seltsamen Stein, der jetzt in der Mitte erscheint, k├Ânnt ihr euch zu der aktivierten Kammer an der Oberfl├Ąche zur├╝ck beamen. Herzlichen Gl├╝ckwunsch! Ihr habt nun den ersten Planeten aktiviert und eine Schnellreise-Route zum Kern und zur├╝ck freigeschaltet.

Schritt F├╝nf: Vorbereitung und Reise zum n├Ąchsten Planeten

Ein Astronaut packt eine Rakete f├╝r den Flug.

Jetzt f├Ąngt der Grind aber erst richtig an. Ihr m├╝sst diese Prozedur auch auf den anderen Planeten wiederholen. Um nicht ganz von vorne anfangen zu m├╝ssen, empfehle ich, die n├Âtigen Sachen mitzunehmen. Baut euch also entsprechend viele Packager und macht damit aus euren Batterien, dem Traktor oder einer Solaranlage Pakete, die ihr so platzsparend in der Rakete verstauen und am Zielort wieder auspacken k├Ânnt.

Hier zeige ich euch eine kleine Reiseliste f├╝r Gegenst├Ąnde, die ich f├╝r die Aktivierung dabeihabe. Im Beispiel habt ihr eine kleine Rakete mit einem mittleren Stauraum, also acht Pl├Ątze in der Rakete und euren Rucksack.

Au├čerdem empfehle ich mindestens vier Kanister f├╝r Sauerstoff im Rucksack (aus je einem Teil Glas).

Eine Rakete auf einer D├╝ne.

Habt ihr alles beisammen, kommen die Antriebsd├╝sen ins Spiel, deren Standardausf├╝hrung f├╝r vier Man├Âver im Weltraum reicht (Starten und zu einem anderen Planeten fliegen z├Ąhlen als zwei Man├Âver. Landen ist gratis). Vergesst also nicht, nach der Landung die D├╝se zu entsorgen und eine neue anzubringen, sonst k├Ânnt ihr zwar starten, seid dann aber gestrandet.

Schritt F├╝nf: Das ist das Ende!

Habt ihr tats├Ąchlich alle Planeten aktiviert, packt ihr euch alle sieben Infinity Steine Triptych Artefakte in den Rucksack und fliegt zum letzten Himmelsk├Ârper, dem unbekannten Satelliten nahe der Sonne. Dort setzt ihr die Artefakte ein und beendet damit offiziell das Spiel.

Bonustipps

Ein Astronaut in einem Feld aus Gr├Ąsern.

  1. Es empfiehlt sich eine Hauptbasis zu errichten, praktischerweise auf dem Startplaneten Silva. Hier sollten alle Ger├Ąte stehen, mit denen ihr die grundlegenden Ressourcen bauen k├Ânnt:

Atmosph├Ąrenumwandler machen nur auf den einzelnen Planeten Sinn, wo es die ben├Âtigte Gase auch gibt. Diese sollten also an den Au├čenstellen stehen, die ihr praktischerweise in der N├Ąhe einer Kammer auf der Oberfl├Ąche errichtet. Dazu wartet ihr beim Anflug auf einen Planeten einfach auf eine Landestelle in der N├Ąhe einer blauen S├Ąule. So m├╝sst ihr die Kammern nicht noch aufwendig suchen.

  1. Lagert die Triptych Steine unbedingt in euer Hauptbasis. Tragt sie nicht mit euch im Rucksack herum. Auf diese Weise m├╝sst ihr die Steine nicht erneut beschaffen, wenn ihr mal verendet und euren Rucksack nach dem Neuanfang nicht mehr wiederfindet.

  2. Der Mond Desolo ist eine gute Anlaufstelle f├╝r die erste Aktivierung. Er ist klein und eignet sich daher sehr gut, um den Abstieg zum Kern zu ├╝ben.

  3. Die beiden Kammern an den Polen sind mit Hilfe des Kompasses noch am einfachsten wiederzufinden, falls ihr euch mal verlauft. Den Kompass seht ihr, wenn ihr mit dem Mauszeiger ├╝ber euren Astronauten fahrt.

  4. Beim Einsatz von Solaranlagen ist die Sonne nat├╝rlich der wichtigste Faktor. Wo die aufgeht, sehr ihr am Himmel anhand des Sternenbands. Das l├Ąuft entlang des ├äquators jedes Planeten und zeigt euch anhand der Bewegung der Sterne auf Anhieb, wo die Sonne auf- und untergeht.

  5. Geht es langsam an. Astroneer hat auch abseits des Endgames so viele sch├Âne Seiten, dass es sich lohnt, ab und an mal auf den Traktor zu steigen und einfach so loszufahren. Ihr werdet ├╝berrascht sein, was ihr alles dabeihabt, wenn ihr wieder an euer Basis ankommt. Vorausgesetzt, ihr habt eure Basis wiedergefunden.

  6. Sulfur nicht auf dem Schmelzofen abstellen, wenn ihr gerade nicht wisst wohin damit. Das daraus resultierende Loch in der Basis ist unsch├Ân und die Explosion obendrein t├Âdlich (Ja, das war wirklich dumm von mir).

Viel Erfolg und hoffentlich auch viel Spa├č!