Donswelt ­čĹŐ

Texth├Ąppchen ├╝ber Bildschirmunterhaltung von Torsten.

Dracula (2019)

2020-01-26 · serie

Bei Steven Moffat schreien medienkompetente Menschen ja gerne Sherlock und Dr. Who, f├╝r mich wird er aber immer f├╝r die Show stehen, die mich ├╝berhaupt wieder zur├╝ck zum Seriengucken gebracht hat: Coupling. Wenn ihr die noch nicht kennt, gebt ihr eine Chance.

Aber: Dracula, genau. Bei Moffats (und Marc Gattis') neuer Serie, die im typischen BBC Format auf drei Folgen zu je 90 Minuten angelegt ist, wird einmal mehr Nosferatu modern interpretiert, was irgendwann mal mit den B├╝chern von Anne Rice so richtig gro├č gemacht wurde und sp├Ąter dann in der Erotik- und Teenie-Ecke in eine Einbahnstra├če steuerte. Zwischendurch hat mir das Thema nochmal viel Spa├č mit Len Wisemans Film Underworld bereitet, bevor deren Folgefilme nur noch zu Sargn├Ągeln f├╝r einen untoten, aber modrigen Franchise wurden.

Der Gl├╝cksfall f├╝r den Moffat und Gattis Dracula und der Grund, warum ich diese Serie sehr genossen habe, ist Claes Bang, der die namensgebende Titelrolle als herrlich arroganten und ├╝ber Leichen gehenden Aristokraten mit krudem Humor und Hang zur Weltherrschaft spielt. Als ganz gro├čartiges Arschloch also. Aber auch die anderen Interpretationen der Figuren aus Bram Stokers Romanvorlage sind toll besetzt und ├╝berzeugend gespielt.

Das letzte Kapitel polarisiert, aber wir schlagen uns hier auf die Seite der Begeisterten, auch wenn ich mir bei der Aufl├Âsung noch ein bisschen mehr Bumms und ├ťberraschung gew├╝nscht h├Ątte. Wenns irgendwann weitergeht, sind wir jedenfalls wieder dabei.