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Hitman 2

2021-01-21 · spiel

Hitman 3 ist raus. Zeit für ein Texthäppchen zu Hitman 2! Das konnte ich nämlich bei dessen Release nicht spielen, weil die PlayStation 4 Pro beim Abspielen wie ein Jumbojet dröhnte und selbst aus dem Nebenzimmer zu hören war, in das ich sie längst verbannt hatte. Jetzt, mit einer flüsterleisen PlayStation 5, kann ich das Versäumnis endlich nachholen. Und meine Güte habe ich diese Spielserie vermisst!

Ja, es hat eine gute Stunde gedauert, bis ich den Wust aus Bestandteilen in diesem modular aufgebauten Spiel unter der Flagge von Teil Zwei installiert und lauffähig bekommen habe, denn Hitman Zwei wirbt in der Theorie bereits im Hauptmenü damit, Teil Eins und ab jetzt auch Teil Drei zu vereinen. Sofern ihr die Teile auch erworben habt. In der Praxis hat das Nerven und gefühlt 27 Downloads einzelner Level gekostet.

Irgendwann hat es aber geklappt und ich war endlich wieder Agent 47. Der kahlrasierte Meuchelmörder aus der Retorte irgendeiner Schattenorganisation, der MacGyver unter den Auftragskillern, der auch mit Büroklammer und Kaugummi seine Ziele ins Jenseits befördert.

Oder passender gesagt: Mit einem Kronleuchter, einem Spaten oder meinem Favoriten, einer Dose abgelaufener Tomatensoße. Denn an den Einsatzorten liegen nicht nur allerlei nützliche Waffen und Werkzeuge herum. Es ergeben sich auch zahlreiche Gelegenheiten, diese tödlich zum Einsatz zu bringen. Natürlich möglichst nur bei den Zielpersonen, die moralisch weit genug vom Pfad der Gerechten abgekommen sind. Alles andere bringt zwar Punktabzug, tut aber auch nur in der Gesamtwertung wirklich weh.

Und so entpuppt sich Hitman 2 wiedermal als ganz ausgezeichneter Spielplatz des Makabren. Hier kann geschlichen, verkleidet, geflüchtet und notfalls auch Amok gelaufen werden, so wie ich als Spieler gerade Lust habe und so wie es mein Talent erlaubt. Ideal und im Sinne des Erfinders gehe ich aber natürlich heimlich und unbemerkt in den riesigen Arealen vor, wo ich immer wieder neue Möglichkeiten entdecke, meine Mission zu erfüllen. Hier eine Flasche Whiskey zum Vergiften, dort eine Statue, die zu Fall gebracht werden kann. Anderswo findet sich vielleicht ein japanisches Schwert für eine besonders stilvolle Exekution.

Drei Haufen teils sehr morbide Herausforderungen sorgen weiterhin dafür, dass mir dabei nie langweilig wird, und im mittleren Schwierigkeitsgrad kann ich, dank der Möglichkeit jederzeit zu speichern und neu zu laden, gezielt genau diese Aufgaben erledigen. Das macht einen großen Reiz der Hitman Trilogie für mich aus. Der positive Nebeneffekt dieser Aufgaben ist, dass ich die Orte immer besser kennenlerne und irgendwann deren Hauptmission als Silent Assassin, also ohne gesehen zu werden, meistern kann. Das fühlt sich ungemein gut an.

Ab jetzt gesellen sich beim Kauf des dritten Teils dann auch noch dessen Einsatzorte hinzu. Dazu und wie gut das dann geklappt hat aber später mehr (Spoiler: Naja).