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Hitman 3

2021-02-07 · spiel

Auch der dritte Teil der Trilogie um den Auftragskiller Agent 47 begann mit dramatischen Ereignissen. Leider nicht im Bezug auf die Missionen im Spiel, sondern erneut bei dem Versuch, wie angepriesen, alle bereits erworbenen Hitman Trilogie Vorgänger in Teil Drei zu vereinen. Offensichtlich war IO Interactive auf den großen Ansturm auf das Finale nicht vorbereitet und so gingen die Server in Kopenhagen in die Knie, wie ein, um im Kontext zu bleiben, garottierter Kartellboss im Morgenmantel. Das half weder dem Übertragen des Fortschritts, noch der stetigen Internetverbindung, die das Spiel weiterhin benötigt. Bitterer kann der Beigeschmack nicht sein.

Ein paar Tage später klappte immerhin der Import, eine Woche später auch die ansatzweise stabile Verbindung zum Server. Ausgezahlt hat es sich für IO trotzdem, denn bereits vor ein paar Tagen kündigte der Entwickler an, dass Hitman 3 alle Kosten komplett wieder eingespielt hat. Herzlichen Glückwunsch! 48 Spielstunden später war auch ich sehr erfolgreich und habe Hitman 3 nicht nur beendet, sondern auch alle Missionen aus Teil Eins bis Drei noch einmal innerhalb des dritten Teils auf Silent Assassin durchgespielt. Also ohne erkannt zu werden, ohne unnötige Todesopfer und mit stetigem Laden und Speichern. Es war großartig.

Abgesehen vom adaptiven Abzug am DualSense Controller der PlayStation 5 habe ich zwar keine großen Neuerungen im Vergleich zu Teil Zwei oder gar Teil Eins auf der aktuellen PlayStation Hardware bemerkt, die neuen Missionen waren aber trotzdem wieder perfekt inszeniert. Die Innovation von Hitman 3 steckt eher im Detail der Architektur einzelner Level und nicht in neuen Spielmechaniken. Böse Zungen können jetzt behaupten, dass ein Vollpreis für lediglich sechs neue Gebiete schon sehr hochpreisig angesetzt ist und so ganz abschmettern kann ich dieses Argument auch nicht wirklich. Aber die sehr weitläufigen Gebiete sind dank der Herausforderungen und unterschiedlicher Haupt- und Nebenaufgaben wieder darauf ausgelegt mehrfach angegangen zu werden. Und gerade so tolle Ideen wie die an den Film Knives Out angelehnte Murder Mystery in zweiten Akt des neuen Teils sind einfach erfrischend und ihr Geld wert.

Ich denke, hier wird schnell übersehen, wie viel Zeit nötig ist, diesen morbiden Spielplatz mit den zahlreichen Möglichkeiten NPCs in den virtuellen Tod zu befördern zu optimieren und die unterschiedlichen Gebäude, Straßen und Umgebungen in ihrer Vielfalt abwechslungsreich zu gestalten. Die Detailmenge ist extrem hoch, es sieht super aus und alles läuft unterm Strich wie geschmiert. Da fühlt sich mein Geld sehr gut anlegt an.

Wie es mit Hitman auf lange Sicht weitergeht bleibt abzuwarten. In der Pipeline des Entwickler steht bereits seit einiger Zeit ein James Bond Lizenzspiel, das angesichts des mordenden Agenten 47 ja nicht der größte Stilbruch ist. Bis dahin gibt es aber noch einige kleinere Updates für die Hitman Trilogie in Form von alternativen Aufgaben für die bestehenden Gebiete. Das hat bereits angefangen und geht wöchentlich im Februar weiter. Ich bin gespannt.