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The Galaxy and the Ground Within

2021-04-29 · buch

Becky Chambers ist mittlerweile meine Lieblings Science Fiction Autorin und ich hoffe inständig, dass sie das auch nach dem im Juli erscheinenden ersten Buch ihrer neuen Serie ist, die aktuell für meinen Geschmack noch deutlich zu viel Religion in der Inhaltsangabe enthält. Ich bin dahingehend trotzdem sehr gespannt. Vor allem, weil ihr aktuelles Buch, The Galaxy and the Ground Within, das leider den Abschluss der Wayfarers Reihe bildet, erneut ganz anders und wieder ganz großartig ist.

Im Orbit des unwirtlichen Planeten Gora über dem Five-Hop One-Stop, einem Außenposten, der nur Piloten anzieht, weil er zwischen zwei Hyperraumtunneln liegt und quasi das extraterrestrische Äquivalent zur Tankstelle am Autobahnkreuz ist, explodieren plötzlich sämtliche Kommunikationsatelliten. Für die sich lediglich auf der Durchreise befindenden Raumreisenden ist ein Start ihrer Raumschiffe dadurch auf unbestimmte Zeit verschoben.

Für den Großteil der Anwesenden ist das ein Problem. Sie alle haben ihre Gründe, warum das Festsitzen auf einem öden Planeten im Five-Hop gerade keine gute Idee ist. Sie sind außerdem nicht nur in ihrem Aussehen grundverschieden und müssen sich hier trotzdem die nächsten Tage zusammen die Zeit vertreiben. Also der ideale Ausgangspunkt für ein Buch voller Geschichten über die vielfältige Welt, die Becky Chambers in der Wayfarers Serie aufgebaut hat und die einfach viel zu gut ist, als das sie jetzt schon enden sollte.

Auch wenn ich zugeben muss, dass die Serie das nicht hätte besser tun können, als es mit The Galaxy and the Ground Within der Fall ist. Alle Protagonisten sind auf ihre Art faszinierende Figuren, deren Geschichten durch die Bank spannend erzählt werden und nebenher viele interessante Informationen über die jeweiligen Völker preisgeben.

Ich habe die ersten drei Bände der Reihe bereits zweimal gelesen und ich freue mich schon darauf, das noch ein drittes Mal zu tun, dann aber mit dem Gesamtwerk. Und naiv wie ich manchmal bin, warte ich einfach mal auf eine Spin-Off Serie mit Roveg, dem insektoiden Künstler im Exil, der hier doch glatt meine Lieblingsfigur Dr Chef abgelöst hat.