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Godzilla vs. Kong

2021-04-30 · film · gojira

Wir haben uns testweise einen Monat VPN und HBO Max gegönnt, weil HBO ob des Scheißladens Sky hierzulande (noch) nicht Fuß fassen wird. Testweise haben wir dann Mortal Kombat und Godzilla vs. Kong geschaut. Ersterer ist mir kein Texthäppchen wert, aber das Finale der beiden Monsterfilmreihen war durchaus spaßig anzusehen.

Das Godzilla Reboot von Gareth Edwards gehört dank dessen wunderbarer Art Filme zu drehen zu meinen persönlichen Filmhighlights, und auch Skull Island empfand ich zum Abschalten optimal unterhaltend. Der zweite Godzilla hatte mir dann für einen Monsterfilm viel zu wenig relevante Szenen zu bieten und fiel in meiner Gunst glatt durch.

Machen wir uns nichts vor: Das Einzige, was ein Blockbuster Monsterfilm erreichen muss, ist, dass ich nicht weg nicke, wenn gerade kein Monster irgendwas kaputt macht. Das macht Godzilla vs. Kong sehr gut, obwohl ich bereits nach zwanzig Minuten überlegte den Film wieder auszumachen, als Alexander Skarsgård seinen Vollbart abrasiert hat.

Glücklicherweise stellte sich heraus, dass zwei riesige Monster, die sich sehr menschenähnlich gegenseitig die Fresse polieren, einen rasierten Skarsgård durchaus kompensieren können. Die Handgemenge fallen dermaßen brachial aus und sorgen mit jedem Schlag aufs neue für abartig hohe Kollateralschäden, dass es eine makabere Freude ist, der Zerstörung beizuwohnen. Und dank der überzeichneten, grell bunten Optik wirkt das Ganze nicht selten wie ein Comic, dessen ästhetischer Höhepunkt die Vernichtung eines in Neonschilder getauchten Hong Kongs ist.

Am Ende eigentlich alles wie bei Mortal Kombat: brutale Zweikämpfe, heftige Fatalities und immer mindestens ein Affe im Bild. Aber alles irgendwie besser.