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Shadow in the Cloud

2021-05-13 · film

Ein Frau sitzt im MG Nest eines Bombers und feuert auf ein Flugzeug

Irgendwas an dem Cover von Shadow in the Cloud ließ mich nicht los, obwohl mein gesunder Menschenverstand mich von Anfang an davor warnte, für diesen Film Geld auszugeben. Aber was kann bei dieser Prämisse schon wirklich schiefgehen? Eine britische Flugoffizierin im Zweiten Weltkrieg kämpft an Bord eines Bombers gegen Gremlins, Japaner und die Misogynie der Crew. Alles, genau. Als er dann aber letzte Woche für 99 Cent im US iTunes als Film der Woche gelistet war, habe ich zugeschlagen. Und es nicht bereut.

Irgendwas hat Regisseurin Roseanne Liang hier richtig gemacht, dass die Mischung aus Monster- und Actionfilm nicht in generische Stangenware abgedriftet ist. Die interessante, zuweilen surreale Atmosphäre und das manchmal auch sehr ungewöhnliche Editing der ersten Hälfte hat mich genauso überzeugt und gut unterhalten wie die völlig übertriebene aber sehr befriedigende Action im zweiten Teil des Films.

Das niedrige Budget scheint hier zwar deutlich, ist aber nicht an den üblichen Stellen zu erkennen. Das Monster aus Peter Jacksons WETA-Schmiede, das ich durchaus als kleine Referenz zu dessen Film Brain Dead verstehe, wurde technisch einwandfrei umgesetzt und erinnerte mich in der Art der Animation entfernt an alte Stop Motion Techniken. Damit kann ich als jemand, der bei animierten Monstern sonst sehr schnell im Uncanny Valley sitzt, überraschend gut leben.

Überraschung ist das richtige Wort für diesen kleinen Film, den ich durchaus weiterempfehlen kann und auch werde.