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Rurouni Kenshin: The Final

2021-06-26 · film

Ursprünglich hatten wir geplant, den vierten Kenshin Realfilm zu boykottieren, weil der Zeichner der Mangavorlage nach seiner Verurteilung aufgrund des Besitzes von Kinderpornografie und der darauf folgenden Kontroverse. Aber zu einem Film gehören mehr Personen als nur der Autor der Vorlage und weil die ersten drei Teile für uns Referenzmaterial in Sachen fiktiver Schwertkampf Action sind und der Film nun in Deutschland auf Netflix gezeigt wird, haben wir uns entschieden, auch dem vierten Teil eine Chance zu geben.

Und da kann ich mich kurz fassen. Auch hier schlagen sich wieder illustre Figuren den Schädel auf ausgesprochen umwerfend choreografierte Weise ein. Die Figuren sind nach wie vor allesamt so sympathisch, wie Ex-Massenmörder sein können und von der emotional ermüdenden Durststrecke im zweiten Viertel mal abgesehen, wo der Cutter möglicherweise über zu viel Zeitlupen, Regen und Tränen einfach mal für 20 Minuten bei der Arbeit weg gedöst ist, passt auch hier wieder alles ganz gut zusammen.

Am Ende ist es aber vor allem mehr vom Gleichen und ein Bonus für etwas, das bereits nach Teil Drei schlüssig geendet ist. Dass das Finale jetzt nicht das Finale ist und auch noch ein Prequel kommt, um dann wirklich alles zu beenden, passt da gut ins Bild. Wenn das dann aber die abendfüllende Variante der unzähligen Rückblenden aus The Final ist, habe ich wenig Hoffnung. Aber da möchte ich jetzt natürlich nicht vorschnell urteilen und warte ab, bis es soweit ist. Hoffentlich dann auch wieder bei Netflix.

Schön wäre es, wenn Teil Eins bis Drei mal bei Netflix aufschlagen würden. Teil Zwei und Drei gibt es nämlich digital immer noch nicht mit Originalton und Untertiteln.