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Unpacking

2021-11-14 · spiel

Eine Küche wird eingeräumt

Umziehen ist Mist. Immer. Bevor der schöne Teil beginnt und die neue Bleibe endlich nach dem eigenen Gusto eingerichtet werden kann, kommt der Stress: Das eigene Hab und Gut überhaupt erstmal dorthin zu bekommen. So gerade bei mir im überbewerteten realen Leben geschehen. Zum Ausgleich bieten sich da natürlich Videospiele an, um die Work Life Balance zumindest abends ein bisschen in Richtung Leben zu verschieben. Dass das Spiel der Wahl bei mir aktuell ausgerechnet Unpacking ist, zeigt erneut recht deutlich, dass ich anstatt einem Gehirn immer öfter eine Piñata im Kopf habe. Denn bei Unpacking muss ich ausgerechnet Umzugskisten auspacken und deren, in wunderschön detaillierter Pixelgrafik dargestellten Inhalte ihrer Funktion entsprechend aufstellen und einräumen. Aus aktuellem Anlass glaube ich aber, dass ich genau das gerade sehr gut kann.

Am Ende jedes Abschnitts muss ich falsch eingeräumte Gegenstände zwar korrigieren um weiterzukommen, eine Bewertung gibt es aber nicht. Das macht Unpacking zu einer entspannten Therapie diverser Zwangsstörungen („Ich habe kein OCD, aber das Buch MUSS so rum, sonst kann ich heute Nacht nicht schlafen“). Und nebenbei gelingt es dem Spiel, dessen Natur gefühlt nicht kompatibel mit jeglicher Art von Narrative ist, auch noch eine Geschichte zu erzählen. Unglaublich.

Kann ich wärmstens empfehlen, auch wenn ihr derzeit nicht im Umzugsstress steckt. Wahrscheinlich sogar eher dann.

Ich war übrigens etwas überrascht, dass ich im Spiel beinahe exakt denselben Dekowal auspacken musste, den auch ich die Tage real auspackte. Ein bisschen creepy ist das ja schon ^^

Zweimal der gleiche Dekowal.