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Rurouni Kenshin: The Beginning

2022-01-08 · film · chambara

Der fünfte Teil der Kenshin Filme stand etwas länger auf unserer Watchlist, als anfangs vermutet. Der Vorgänger war aber halt schon nur mehr vom Gleichen und da war es nötig, etwas Zeit ins Land ziehen zu lassen, bevor wir wieder nach Kioto schauen wollten. Aber Teil Fünf hat einen kleinen Twist: Es ist ein Prequel und zeigt die Geschichte Battôsais in der Bakumatsu Ära, als er noch eiskalter Killer für die Rebellen des Kaisers war und hauptsächlich gegen das Shogunat und die Shinsengumi eingesetzt wurde.

Die Geschichte ist um den Ikedaya Zwischenfall angesiedelt, und obwohl Saitō Hajime da ein große Rolle spielte, kam er mir einfach zu kurz. Ich hätte hier gerne auf die ein oder andere emotionale Zeitlupe verzichtet für eine Vertiefung seiner Figur, die ich nach den vorangegangenen vier Teilen hier einfach erwartet hätte.

Immerhin macht in Sachen Choreografie weiterhin niemand diesen Filmen etwas vor. Bereits die ersten fünf Minuten nach dem Warner Logo machen die meisten Filme des Genres der letzten Zeit schlicht irrelevant. Die Kinetik der Szenen und die Akrobatik Takeru Satohs sind eine gewaltige Kombination und für mich der Status Quo des Chambara. Alles abseits davon ist leicht sentimentaler Schmu, der zwar immer gut in die Szenerie passt, aber auch oft arg in die Länge gezogen ist.

Die ersten drei Filme der Reihe bleiben für mich Refenrenzmaterial. Teil Eins und Zwei des Finales sehe ich weiterhin lediglich als Bonus Material an, das wirklich hübsch anzusehen ist.

Noch ein Gedanke zur Situation Nobuhiro Watsuki: Der Autor der Mangaserie, auf der diese Filme basieren, ist mit einer milden Strafe von 200.000 Yen (circa 1500 Euro) davongekommen, nachdem kinderpornografisches Material in seinem Büro sichergestellt wurde. In einer erschreckend ignoranten Aktion haben sich daraufhin mehrere Mangakünstler für seine Rehabilitierung eingesetzt. Dank Harry Potter kann ich mittlerweile sehr gut das Werk vom Autor trennen und Filme und Bücher weiterhin gut finden, auch wenn die Autorin eine dumme Kuh ist. Ich handhabe meinen Umgang mit den Filmen der Kenshinreihe mittlerweile genauso.