Donswelt ūüĎä

Texth√§ppchen √ľber Bildschirmunterhaltung von Torsten.

Tunic

2022-03-21 · spiel

Vor kurzem startete ich das Experiment, mit Elden Ring mein erstes gro√ües Soulslike zu spielen. Es ist eine Geschichte voller Missverst√§ndnisse, die ich ein andermal an dieser Stelle im Netz beleuchten werde. Pausiert habe ich diese Phase n√§mlich mit Tunic. Ein wunderh√ľbsches Spiel aus der Feder eines Entwicklers, das zwar auch bockschwer sein kann, aber immerhin die M√∂glichkeit gibt, etwas zu schummeln, bevor einem vollst√§ndig die Lust vergeht.

Aus der Ansicht von schr√§goben wandere ich als kleiner Fuchs durch ein wundersch√∂n gestaltetes kleines Land, das √úberraschungen, R√§tsel und Monster birgt. W√§hrend die Grafik dabei an die Farbpracht eines Zeldas erinnert, ist die Natur mancher R√§tsel gleich einem FEZ, und f√ľr die Soulslike Fangemeinde hat Tunic alles, was zuletzt auch ein Elden Ring hat: Ein Schwert und Schild Kampfsystem, Gold, das in das Aufleveln von Charakterattributen investiert werden kann und Lagerfeuer, die Heiltr√§nke aufladen und besiegte Gegner zur√ľcksetzen.

Dreh- und Angelpunkt von Tunic ist die Welt, die mit einer Hingabe und Einfallsreichtum gestaltet wurde, dass es eine Freude ist, sie zu erkunden. √úberall sind scheinbar unzug√§ngliche Schatztruhen, gut versteckte Geheimg√§nge, verschlossene T√ľren und immer wieder die Frage, wie ich denn eigentlich dahinten auf diesen einen verdammten Weg komme, damit ich endlich ins n√§chste Gebiet vordringen kann. Nicht selten bin ich 30 Minuten in ein und derselben Gegend umhergelaufen bevor ich endlich einen Weg gefunden habe, voranzuschreiten, nur um dann auf der anderen Seite einen Geheimgang zu finden, der als neue Abk√ľrzung f√ľr eben diesen Weg fungiert.

So wird die Welt von Tunic mit jeder Spielstunde schl√ľssiger und zug√§nglicher. Was ich leider nicht immer von den K√§mpfen sagen kann. Die Zielerfassung auf Distanz ist nicht immer optimal auf den richtigen Gegner fokussiert und Schlagen und Blocken geht allgemein eher tr√§ge vonstatten. Nat√ľrlich k√∂nnen einmal gestartete Aktionen auch nicht mehr abgebrochen werden, wodurch ich mich sehr h√§ufig nach einer schlecht getimten Attacke offen und verletzlich einem gegnerischen Angriff hingebe. Soulslike Spieler kennen das nicht anders. Ich find es leider doof (Bedeutet: Ich bin zu doof daf√ľr).

Aber: Tunic m√∂chte nicht das Spiel sein, das nur eine Gruppe besonders engagierter Spieler mit hoher Frustbereitschaft durchspielen soll. √úber ein Zug√§nglichkeitsmen√ľ k√∂nnen unter anderem Dinge wie Unverwundbarkeit oder, weniger krass aber trotzdem schon ein Plus, unendlich Ausdauer f√ľrs Blocken eingestellt werden. Allein mit letzterem machte mir Tunic schon deutlich mehr Spa√ü. Ich erw√§hnte ja letztens, dass ich mir sowas viel √∂fter w√ľnsche, und nach Ghost Runner ist Tunic nun das n√§chste Spiel, das mir damit gerettet wird.

Denn auch wenn man keine Lust auf fiese Bossk√§mpfe hat, bietet Tunic noch ein tolles Spielerlebnis mit vielen R√§tseln und dem Fokus auf dem Entdecken. Und daf√ľr liebe ich das Spiel sehr und m√∂chte es euch ganz nah ans Herz legen.