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Cult of the Lamb

2022-09-01 · spiel

Wenn in alten Schriften ein Lamm irgendwelche Siegel öffnet, um die Apokalypse reinzulassen, dann tat es das selten bis gar nicht mit den süßen Hufen. Da war eigentlich immer Blut im Spiel, welches das Lamm unfreiwillig lassen musste. Damit ist jetzt Schluss! Also einmal noch, denn Cult of the Lamb fängt genau so an: Ihr werdet geopfert. Aber: Danach ruht das Schwert in eurer Hand und es ist an euch über Leben und Tod zu entscheiden. Und das macht unglaublich viel Spaß.

Entweder lauft ihr kämpfend durch kurze Dungeons, spielt in der Weltgeschichte ein Würfelduell oder ihr pflegt und baut euer Lager aus: Einfach alles in Cult of the Lamb wirkt gut ausbalanciert und macht Spaß. Die Jünger wollen bei Laune gehalten (sprich: religiös das Gehirn gewaschen bekommen) und zeitnah ersetzt werden, wenn die Zeit oder eure Laune ein Mitglied dahinrafft.

Die Knuddelgrafik, die euch einen Pool an antropomorphischen Wesen zur Auswahl stellt, macht das moralische Dilemma perfekt. Wer opfert denn nicht gerne den süßen Hasen oder den kleinen Hund, dem ihr extra einen so hübschen Namen gegeben habt, den Armen der Cthylla?

Aber es liegt an euch, ob ihr euren Kult über Erlasse zum todbringenden Arbeitslager macht, oder ob ihr lieber etwas toleranter eure Arbeiter durch die Blume befehligt. Da dieses Paket in ein Rogue-sehr-Light Gewand geschnürt ist, das optional auch noch über einen zuschaltbaren Easy Modus verfügt, steht dem Spaß hier einfach nichts mehr im Weg.

Außer vielleicht ein, zwei mittelschweren Bugs, die das Spiel aufhängen können. Es sei also gesagt, dass es gut ist, regelmäßig vor wichtigen Entscheidungen zu speichern. Aber das Leben in einem Kult ist ja auch kein Zuckerschlecken und wo geopfert wird, spritzt auch Blut! Ich hatte meinen Spaß.