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Kunai

2022-09-02 · spiel

Zwei Roboter, die sich über Schrott in der Wüste unterhalten.

Ich hätte hier jetzt so gerne geschrieben, wie toll ich das Metroidvania Kunai finde, welches ich mir bereits vor Ewigkeiten auf der Switch gekauft habe, aber irgendwie erst jetzt die Muße hatte, es endlich durchzuspielen. Diese wunderhübsch reduzierte Grafik auf der Kippe zum Abstrakten. Die tolle menschenleere Welt mit den Robotern. Der Humor, der in kleinen Wortwechseln immer wieder aufkommt. Herrlich. Aber die Wut, die ich immer noch in meinem Bauch spüre, wenn ich an das letzte Kapitel denke, hindert mich daran.

Ich hasse schwere Spiele. Abgrundtief. Und ich dachte, das Soulsborne Genre wurde extra erschaffen, damit sich dort alle Spieler, die sowas mögen austoben können. Und damit ich, der von Soulsborne Spielern durch die Bank irritiert ist, davon in anderen Spielen nichts mitkriegen muss. Nicht? Na gut.

So schlimm was es auch gar nicht bei Kunai, aber dass mich jeder Tod (wie bei einem Metroidvania üblich, ja, ja) zurück zum letzten Speicherterminal versetzt und ich bei Bossen daraufhin immer wieder deren Dialoge durchklicken musste (abbrechen hat zweimal zu Aufhängern geführt), hielt meine zarte Seele eben nur eine bestimmte Zeit aus.

Das Fass lief im letzten Abschnitt über: Instant Kills bei fordernden Sprungpassagen, eine Mini-Arena mit Gegner-Roulette jeglicher Couleur und dann noch dieser ver*%!/te Bastard von einem Obermotz, der einfach nicht genug bekommen hat. Weniger ist mehr! Hat noch nie ein Entwickler abseits von einem Zeldaspiel bei einem Boss gesagt. Leider.

Am Ende ist aber auch nur ein Hocker durchs Wohnzimmer geflogen und meine Lebenserwartung lediglich um ein paar Jahre gefallen. BEVOR DER SACK PRÄZISE VON MEINEM KATANA IN ZWEI MUNDGERECHTE HÄPPCHEN ZERTEILT WURDE! AHHHHHHHhhhhhh.

Aber Akimbo mit zwei SMGs durch die Gänge zu ballern war schon geil.